THEORY OF A DEADMAN

"Wir konzentrieren uns auf dieser Tour mehr auf Rock und Bier, als Sex"

(Interview mit Dean, Oktober 2009)

 

www.theoryofadeadman.com  

Nach sieben Jahren Abstinenz sind die Kanadier von THEORY OF A DEADMAN wieder in Europa auf Tour und Dean, der Bassist war so nett und gab mir dieses, doch sehr unterhaltsame Interview.

Wie war die Tour bis jetzt?
Es war einfach super bisher.Wir waren schon lange nicht mehr in Deutschland, ich glaube seit sieben Jahren nicht mehr. Deshalb wussten wir auch nicht was uns erwartet, oder was wir erwarten konnten.Wir waren sehr positiv überrascht. Die Leute kamen zu den Shows und es war einfach nur großartig.

München ist das letzte Konzert hier in Deutschland, richtig?
Ja, wir haben noch ein Konzert in Paris, Frankreich.

In den Staaten seid ihr ja bekannter als hier, wie ist es nun wieder in kleineren Clubs zu spielen?
Es ist wirklich aufregend. Wir haben im Sommer mit MÖTLEY CRÜE auf den großen Festivals gespielt Und so ist es wirklich sehr aufregend wieder zurück zu kommen zu den kleinen Clubs. Also zurück zu dem wo wir herkommen. Hart arbeiten und nach den Shows treffen wir oft noch die Leute. Was wir wollen ist, dass das Deutsche Publikum uns kennt. Und dazu müssen wir arbeiten, arbeiten, arbeiten.

Wir haben hier in Europa viele kleinere und auch größere Festivals. Ich weiß nun nicht wie das in den USA und Kanada ist. Aber spielt ihr lieber in Hallen oder auf Festivals?
Nun, das ist alles unterschiedlich. Als wir das letzt Mal hier waren, spielten wir im ROCK IM PARK und ROCK AM RING, das sind zwei wirklich große Festivals. Das gute an Festivals ist, du lernst Bands kennen, die du sonst nie kennenlernen oder hören würdest. Ich mag das schon. Es ist auch eine großartige Möglichkeit mehr Fans zu bekommen, weil di vor Leuten spielst, die eigentlich wegen anderen Bands gekommen sind, und dich so eigentlich nicht kennengelernt hätten. Ich mag das schon. Einfach nur Spaß haben.
Nach dieser Tour hier werden wir in Arenen spielen mit der Band DAUGHTRY, das wird genauso aufregend werden. Es ist alles was einzigartiges
.

Wie sind die Unterschiede zum Publikum in den Staaten und hier?
Oh, ich weiß nicht. Ich denke hier in Deutschland sind die Leute mehr mit Leidenschaft dabei. Und die Interviews drehen sich viel mehr darum, was wir denken, was wir machen, was wir tun. Musik ist universell und weltweit und alle haben Spaß an dem, was wir machen.

Eure Tour hier ist ziemlich straff gehalten, ihr spielt fast jeden Tag woanders, ist das nicht sehr anstrengend?
Nun, als wir hierher kamen wollten wir nur hart arbeiten. Wir sind ja nur zweieinhalb Wochen hier. Wir waren vorher in Großbritannien. Und wir wollen in der kurzen Zeit, in der wir hier sind so viele wie möglich erreichen. Wir werden zurück kommen so im Februar/März.
Ich war für länger in München so um 1980. Ich liebe die Stadt. Diesmal komme ich leider nicht dazu rauszugehen und die Stadt zu erkunden. Denn, wir müssen arbeiten!

Da gibt’s ja dann nix mit Sex Drugs and Rock’n’Roll?
Warum?

Naja, ihr könnt die Mädels ja nicht mit im Tourbus mitnehmen. Also ein Mädel in Hamburg mitgenommen und hier in München aussteigen lassen…
Ah, ja da hast du recht! Also wir konzentrieren und auf dieser Tour mehr auf den Rock und etwas Bier, und weniger auf Sex. Wir haben übrigens alle Beziehungen zu Hause. Und wir versuchen von Drogen wegzubleiben.

Wie haltet ihr euch da fit, dass ihr jeden Abend dieselbe Qualität bringen könnt?
Das ist etwas schwierig. Die eine Stunde, die wir auf der Bühne sind schwitze ich immer sehr viel.wir sitzen viel rum den Rest vom Tag, trinken Bier und so. Wenn wir zu Hause sind packen wir schon mal die Rollerblades aus und spielen Streethockey, oder Football. So versuchen wir fit zu bleiben.

Wie bereitet ihr euch auf eine Tour vor?
Nun, die CD für diese Tour „Scars & Souvenirs“ kam in den USA. Vor zwei Jahren heraus und wir touren nun seit zwei Jahren damit. Wir wussten zwar nicht, was uns erwartet, also waren wir auf alles vorbereitet. Und nach dieser Tour gehen wir erst mal für eine Woche nach Hause.

Seid ihr nervös oder aufgeregt vor einem Gig?
Ja, nicht nervös, aber aufgeregt! Ich werde sehr aufgeregt vor jeder Show. Ich liebe es zu spielen und eine Reaktion vom Publikum zu bekommen. Wir machen das schon so lange, aber es ist jedes Mal eine andere Gruppe Menschen vor denen wir spielen.
Wenn wir zu Hause in Vancouver spielen, da bin ich ein klein wenig aufgeregter. Viele Freunde und Familie sind dann da… ja, aber ich bin eher aufgeregt als nervös.

Schlaft ihr im Tourbus oder im Hotel?
Ahhh, wir schlafen im Bus. Es wäre super wenn wir jede Nacht in einem Hotel schlafen könnten. Wir können uns leider noch keinen Privat-Jet leisten um von einer Show zur nächsten zu fliegen. Vielleicht bei der nächsten Tour.

Wie lange dauert es nach einer Show wieder runter zu kommen?
Ja, weil man so high davon ist. Oft denkt man, man geht sofort nach dem Gig ins Bett, aber das kann man nicht. Normalerweise dauert es so ein paar Stunden bis man wieder runter kommt.

Viele vergleichen euch immer noch mit NBICKELBACK. Ist das eine Ehre für euch, oder nervt es schön langsam?
Nun, schön langsam nervt es doch!  Vor sieben Jahren, als unsere erste CD rausgekommen ist, haben wir das oft gehört. Chad mit uns das erste Album produziert und uns damit eine Menge geholfen. Aber mit den letzten beiden Alben und besonders mit dem letzten „Scars & Souvenirs“ hat sich das geändert. Wir haben mit Howard Benson zusammen gearbeitet, das ist ein super Produzent in LA.
Für viele Leute sind wir hier neu. Und es ist vielleicht einfacher uns mit jemanden zu vergleichen, den die Leute schon kennen.
Chad und wir sind in derselben Gegend aufgewachsen und auch zum selben Zeitpunkt. Das hat wohl auch eine Menge damit zu tun. Wir hatten dieselben Einflüsse. Für uns waren das Grunge-Szene rund um Seattle, wie ALICE IN CHAINS, und so.

Eure erste CD klingt auch viel mehr nach NICKELBACK als z.B. die letzte jetzt. Da merkt man schon, dass ihr mehr nach euch selber anhört und einen eigenen Weg geht.
Über die Jahre hat sich das so entwickelt. Wir lieben was wir machen und wir wollen uns selber repräsentieren. Bei „Scars & Souvenirs“ hat jeder von uns seine individuellen Ideen mit eingebracht. Nicht alle Songs darf man sooo tierisch ernst nehmen.

Wie oft seid ihr die Frage nach NICKELBACK schon gefragt worden?
Oft, sehr oft! HA! HA! Aber das ist eins der Dinge, die für sich selber sprechen. Wenn man die CDs anhört wird man den Unterschied hören.

Wessen Freundin war/ ist das „Bad Gilrfriend“?
Ha! Ha! Den Song hat Tyler über seine jetzige Frau geschrieben. Sie war ein Mädchen, das viel in Bars war, ein richtiges Party-Tier. Tyler hat sie da kennengelernt und. … naja, so haben sie sich kennengelernt. Jetzt sind sie verheiratet und vielleicht konnte er sie ein klein wenig verändern. Sie ist nicht mehr so verrückt wie früher.

Was war die schlechteste Scheibe, die ihr in letzter Zeit gehört habt?
Oh, Mann! Ich versuche keine schlechten Dinge zu hören. Aber ich glaub das neue GUNS’N’ROSES-Album war nicht so der Hit. Es gibt zwar ein paar gute Sachen drauf, aber … naja, es hat so lange gedauert und dann erwartet man was wirklich Großartiges. Das war etwas enttäuschend.

Kennst du deutsche Bands?
Ist DIE HAPPY eine Deutsche Band?

Ja.
Dann kenn ich die! Die haben bei Rock am Ring vor uns gespielt. Wir haben natürlich noch nie von ihnen gehört. Und wir wollten sehen, wie viele Leute kommen um sie zu sehen.
Und natürlich kennen wir die SCORPIONS.


Das ist ja ne alte Band, die kennt ja jeder
Welche Re-Union würdest du gerne sehen?

Das wird wohl nicht passieren, aber die alten GUNS’N’ROSES, also Axel und Slash, das wär schon geil.

In welcher Stadt hattet ihr bisher am meisten Spaß?
Oh, heute Abend wohl im Hofbräuhaus und nach den Interviews zu urteilen, hier (Schleimer*g*)aber wir hatten einen Tag frei in Hamburg und wir waren auf der Reeperbahn, das war lustig.

Ihr kennt also das bayrische Bier bereits und ich muss euch nicht erklären, dass das Beste in der Welt ist.
Ja, das kennen wir. Paulaner, richtig?

Ja, und wisst ihr auch wie man Weißwürste isst?
Weiß… was?

Weißwürste. Das ist eine Münchner Spezialität und es gibt da eine ganz spezielle Art die zu essen
.
OK…

Also, man nimmt die Weißwurst in die Hand, man isst sie nicht mit Messer und Gabel, steckt sie in den Mund und saugt, wir nennen das „zuzeln“ sie aus! (ich mach dazu natürlich die entsprechenden Handbewegungen)
(Dean guckt mich aus ungläubigen Augen an)
Wirklich?! Bekommt man die im Hofbräuhaus?

Ja, und lass es mich wissen, wenn und wie du sie probiert hast.
Ja, klar!

Live- oder Studio-Band?
Hm, das kommt darauf an, was wir zu tun haben.  Wir spielen sehr gerne live. Aber im Studio zu sein, macht auch Spaß. Da können wir kreativ sein, neue Songs entstehen usw. Jetzt konzentrieren wir uns natürlich darauf live zu spielen und auf unsere Fans und so viele neue Fans zu gewinnen wie möglich.

Habt ihr jeden Abend dieselbe Setliste?
Wir versuchen es. Aber wenn wir rausgefunden haben, dass etwas funktioniert, warum dann ändern? Aber heutzutage wo alle Setlisten im Internet posten können und das auch tun, ist es für sie für die Fans oft keine große Überraschung mehr.

Es soll ja Fans geben, die ihren Bands nachreisen, für die ist eine immer gleiche Setliste dann eher langweilig…
Ja, ich weiß, ich weiß. Aber wir haben so viele Songs, die man spielen könnte und so wenig Zeit.

Welches Land hat die schönsten Mädels?
Kommt wie aus der Pistole geschossen: GERMANY!

Oh, das sagst du jetzt nur so.
Ok, und die dänischen Mädels sind auch ganz hübsch. Aber die Deutschen Frauen und Mädchen sind sehr attraktiv!

Ein schönes Schlusswort und ich fühle mich natürlich angesprochen!

(Interview by Melanie)


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