TERMINAL
"...wir nicht diese typische Garagen-Rock-Band..."
(Interview mit Thorsten, Juli 2009)

Hallo, schön, dass du die Zeit gefunden hast meine Fragen zu beantworten. Ich hab ja das Review von eurer CD „Bring Forth The Few“ gemacht und ich muss sagen, ich fand sie sehr abwechslungsreich.
Danke Melanie, wir freuen
uns sehr über deine Bewertung und dass dir unser Debüt-Album gefallen hat.
Als erstes würde ich gerne wissen wo kann ich was im Internet von euch finden. Denn ich hab leider nicht viel von euch gefunden.
Du findest uns unter www.terminal.nu
, www.myspace.com/terminalonline
, aber auch bei facebook. Gut, da gibt es viele Bands die das Wort
„Terminal“ im Bandnamen haben, aber versucht es einfach.
Wie würdet ihr euren Musikstil selber beschreiben?
Alternative
modern energetic hard rock.
Wir haben uns selber immer als Rocker definiert,
aber nicht im herkömmlichen Sinne. Wir sehen uns selber als eine Band, die die
Traditionen des Rocks hochleben lassen, aber durch unserer
Inspiration und unserem jungen Touch kommt moderner Rock im modernen Sound und
modernen Texten raus, mit einer langlebigen Message und enormer Energie.
Wie lange existiert TERMINAL?
Also, wenn du wissen willst
wie lange es uns gibt, dann sind das 2 Jahre und ein paar Monate. Wenn du wissen
willst wie lange es uns geben wird, dann hoffe ich für den Rest unseres Lebens.
Wie lange macht ihr schon Musik, zusammen oder auch einzeln?
Also, in der
TERMINAL-Konstellation spielen wir, wie gesagt, seit 2 Jahren und ein paar
Monaten zusammen. Ein Jahr bevor wir uns als TERMINAL gegründet hatten,
haben wir als Cover-Band mit noch einem Bandmitglied gespielt. Um dann
richtig weitermachen zu können, haben wir beschlossen, dass es das Beste wäre
nur zu dritt weiter zu machen. Als wir dem vierten Mitglied dann gesagt haben,
dass wir ohne ihn weiter machen wollen, war TERMINAL geboren. Einzeln von uns
macht Thorsten seit 10 Jahren, Rasmus seit 12 Jahren und Henrik seit 5 Musik.
Was macht ihr wenn ihr keine Musik macht?
Wir
haben alle Full-Time-Jobs. Das ist so, wenn man im
Musikerleben bestehen will, besonders da, wo wir gerade sind. Wir reißen uns
also den Arsch auf für die Musik müssen wir arbeiten um leben zu können. So
ist das wohl bei jeder Band der Geschichte in diesem Stadium. Manche bleiben da
wo sie sind und andere reisen durch die Welt mit ihrer Musik – wir hoffen natürlich
die Erfahrung des letztgenannten zu machen.
Bis jetzt machen wir noch nicht den großen Reibach mit unserer Musik,
das ist klar.
Was habt ihr vor der Geburt von TERMINAL gemacht?
Wir haben uns in der High School kennengelernt und da unser Durchschnittsalter nicht sehr hoch ist, haben wir noch keine anderen Karrieren gemacht. Wir haben zwar in verschiedenen Bands gespielt, in weniger wichtigen Projekten, nichts wirklich ernstes, definitiv nicht so ernsten wie TERMINAL. Und neben all diesen Dingen haben wir das gemacht, was man eben macht wenn man jung ist: in die Schule gehen, rumhängen, chillen, du kennst das ja. (ja, lang, lang ist’s her, aber ich seh das jetzt bei meinen Kindern was man macht wenn man jung ist)

Wie lange hat die Arbeit zu „Bring Forth The Few“ gedauert?
Für 20 Tracks haben wir 1
½ Jahre dran gearbeitet. Der erste Song wurde schon kurz nach dem Entstehen der
Band geschrieben und der letzte ein paar Wochen bevor wir ins Studio (Skafte
Recodrings) gegangen sind, wo wir das Album dann in einem Monat aufgenommen
haben. Wir waren und sind immer noch sehr vorsichtig mit der Auswahl der Songs. Wir haben 20 Songs geschrieben und
11 sind auf dem Album gelandet. Vier Monate nachdem wir die Aufnahmen bei Skafte
Recordings beendet hatten, haben wir den ersten Mix der Songs bekommen und ein
paar Monate später haben wir alle Tracks zu unserer Zufriedenheit bekommen.
Eine Menge gemischter Gefühle begleiten dich während so einem Prozess. Auf
der einen Seite bist du froh, dass die Verantwortung nicht mehr nur in deiner
Hand liegt, aber auf der anderen Seite will man weiter machen die Musik, das was
dein Job ist, das was du kannst, zu perfektionieren.
Habt ihr mit
irgend jemand zusammen gearbeitet oder habt ihr alles alleine gemacht?
Natürlich haben wir mit dem
Label zusammen gearbeitet, bei dem wir unterzeichnet haben, Trechoma Records. Außerdem
hat uns unser guter Freund Julius Telmer geholfen. Er ist
Stundent an der Dänischne Filmakademy und hat uns geholfen ein paar
Live-Bilder und das Video zu unserer ersten Single „Chasing Light“ zu
machen. Wir freuen uns schon so auf
das Ergebnis und hoffen allen euren Lesern gefällt es auch! Wir haben die Bühne
oft mit TONS geteilt, aber sie waren nie Teil unserer Arbeit.
Wo nehmt ihr eure Ideen her?
Von überall. Es ist
momentan etwas schwierig zu sagen woher genau. Wir haben keine spezielle Quelle
für unsere Ideen. Es ist eher so wie wohl bei den meisten, wir wollen eine
Geschichte erzählen und das wird zu unserer Musik.
Habt ihr eine spezielle Message, eine Bandphilosophie oder erzählt ihr Geschichten?
Wir haben nicht diese
spezielle Message, die wir an den Mann bringen wollen. Einige Bands machen das
und wir finden das ok. Aber wir sehen keine Notwendigkeit darin für uns. Wie
oben schon erwähnt, erzählen wir Geschichten. Und das äußert sich bei uns in
der Musik und in den Texten. Wir machen keine Werbung für Green Peace oder sind
politisch engagiert. Das heißt nicht, dass wir einzelnen uns nicht dafür
interessieren, es ist nur nicht der Stil der Band. Wir diskutieren größere
und existenzialistischere Fragen allgemein und persönlich in der Band.
Wie gesagt, sind wir nicht diese typische Garagen-Rock-Band, die nur über Ladys
und Drogen singen. Das machen wir, wenn wir frei haben.
Wer sind eure Idole?
Wir lieben Musik. Sicher hatten wir unsere Idole, aber das hat jeder seine eigenen. Es gibt nicht DIE eine Band, oder DEN einen Künstler. Aber wer, der Musik liebt nicht Jeff Buckly, Michael Jackson, Queen oder andere legendäre Namen der Musikszene (nun ja… Michael Jackson… hm… war noch nie mein Fall, aber trotzdem REST IN PEACE)

Wie würdet ihr die dänische Musikszene beschreiben?
Im Moment gibt es viele
Rock-Bands, aber die haben eine harte Zeit. Es ist nicht einfach sich in Dänemark
einen Namen zu machen, wenn man Rock spielt. Sicher, das ist zwar immer hart,
aber das Problem ist, dass man keine Gigs bekommt. Es gibt nicht genug
Rock-Clubs und die paar die es gibt können es sich nicht leisten Unbekannten
eine Chance zu geben. Deshalb würden wir auch gerne außerhalb Dänemarks
spielen. Da unser Album jetzt auch europaweit erhältlich ist, werden wir das
sicher auch versuchen.
Seid ihr mehr eine Live- oder mehr eine Studio-Band?
Definitiv eine Live-Band!
Das Album hat zwar Power, aber das ist nichts im Vergleich zu unserer Live-Show!
Schnelle Drums, geile Stimme, Bass und Gitarre die dir das Gehirn weg pusten und
ein Sound, der dich einfach nur mit hüpfen lässt. Das willst du nicht
verpassen!
Gibt es eine Möglichkeit euch live zu sehen?
Im Moment außerhalb von Dänemark
leider nicht. Aber es wird hoffentlich nicht all zu lange dauern, dass wir auch
da die Möglichkeit bekommen außerhalb Dänemarks zu spielen. Wir wissen es
gibt eine Menge Rock-Fans und wir würden tierisch gerne in ganz Europa touren.
Vielen nicht-dänische Kritikern gefällt unsere Musik und wir hoffen, dass sie
auch den „normalen“ Hörern gefallen wird. Aber das wissen wir erst, wenn
wir vor ihnen gespielt haben.
Wo finden wir die Tour-Daten?
Auf unserer Myspace-Seite (www.myspace.com/terminalonline),
die ist immer aktuell. Im Moment sind die Tour-Daten etwas wenig, aber wir
hoffen das ändert sich bald. Wir wollen im Herbst und Winter mehr Gigs spielen,
die werden wohl aber nur in Dänemark sein. Aber schaut öfter mal drauf, denn
irgendwann, bald…
Was sine eure Pläne für die Zukunft?
Das ist ganz einfach: Musik
spielen! Etwas genauer heißt das, das Album promoten, alle Gigs spielen, die
wir bekommen, das Video rausbringen und jedermann wissen lassen, dass es uns
gibt, dass wir genau die Musik spielen, auf die alle warten und ihnen ein
Live-Erlebnis bieten, das sie niemals vergessen werden.
Und jetzt habt ihr noch die letzten Worte…
Danke, dass ihr euch die Zeit genommen habt, das zu lesen! Bleibt unserer Musik treu! Und wenn sie euch gefällt, verbreitet sie und das, was TERMINAL ist, in der ganzen Welt. Und verlangt hartnäckig nach TERMINAL in eurer Location.
(Interview by Melanie)