SHINEDOWN

"Er trinkt nur Bier um Bier brauen zu können…"

(Interview mit Barry, Eric und Zack, Oktober 2008)

 

www.shinedown.com

 

Nun gut, da stand ich also, wartend vor dem Hintereingang des Volkshauses und wartend darauf, abgeholt zu werden. Da ich SHINEDOWN schon länger kenne, habe ich mich natürlich besonders darüber gefreut, dass ich das Interview mit ihnen machen durfte. Barry und Eric kamen, begrüssten mich freundlich, sagten mir, ich solle mitkommen und nahmen mich mit in ihre Garderobe, wo Zach locker mit der Hand in der Hose auf dem Sofa lag und auf uns wartete. Mit gleich drei Mitgliedern einer meiner Favoritenbands ein Interview zu machen, machte mich dann doch etwas nervös. Meine Frage, ob denn nun alle drei hier in der Garderobe bleiben drückte meine Nervosität wohl mehr als deutlich aus, denn die drei äusserst sympathischen Jungs haben das anscheinend gemerkt und mich wirklich super lieb beruhigt. Ein sehr amüsantes und ausführliches Interview konnte starten. (Ich liebe meinen Job hier! *g*)

Barry: Hey ist alles ok wir beissen nicht!

Eric: Nein wir sind nette Jungs, ok Zach könnte beissen aber wir passen auf dich auf.

Zach: Nein, nein, ich bin auch nett, ich beisse dich nicht!

(Grosses Gelächter)

Hey Eric, gestern war dein Geburtstag, ich gratuliere herzlich!

Eric: (erstaunt) Hey, ich danke Dir vielmals!

Habt ihr gestern gefeiert?

Eric: Nein das haben wir vorgestern gemacht. Da wir heute auftreten haben wir einen Tag früher gefeiert, dafür bis in die Nacht.

Zuerst mal: Herzlich willkommen in der Schweiz!

Barry, Eric, Zach: Danke Dir!

Wie war die Tour bis jetzt?

Barry: Unglaublich.

Eric: Riesig.

Zach: Ja!

Eric: Das Publikum hier in Europa ist fantastisch.

Barry: Ein Traum wurde wahr.

Wusstet ihr irgendetwas über die Schweiz, ausser Schokolade, bevor ihr hierher gekommen seid?

Zach: Nett.

Barry: Banken, Reichtum.

Eric: Banken.

Zach: Uhren.

Eric: Genfer Konvention.

Barry: Ja! Die Genfer Konvention, das ist gut! Ähhm...starkes Militär, neutral…

(allgemeiner Jubel, und stolzes Gelächter, dass sie soviel wussten)

Es ist ja das erste Mal, dass ihr hier in der Schweiz spielt, was erwartet ihr heute Abend vom schweizer Publikum?

Barry: Ich weiss nicht was ich erwarten soll, ich habe mir schon meine Gedanken gemacht und hoffe es wird so gut wie bis jetzt auf der Tour, ich habe gemerkt, dass die Leute hier sehr nett sind…

Eric: Ja!

Barry: Sie lachen viel…

Zach: Die lachen immer!

Eric: Es ist nicht so, dass wir irgendwo unfreundlich behandelt wurden, doch die Menschen hier sind freundlicher als wir es uns normal gewohnt sind.

Meist heisst es, wir seien etwas reserviert, aber wir sind schon ganz nett…

Barry: Hey, wenn du hier jemanden anlächelst, dann lächelt der zurück, das ist für uns etwas Ungewohntes! Sonst war das bis jetzt eher wie in New York…

Zach: Die Girls lächeln zurück!

Barry: Ja!

Eric: Das ist nett!

Zach, Barry: Ja!

Eric: Hier in Zürich hat es viele nette Girls!

Zach: Ja!

Es ist ja nicht das erste Mal, dass ihr mit Disturbed auf Tour seid. Es scheint so, als ob ihr euch gut versteht?

Barry: Ja ich denke das ist schon so, für uns ist es natürlich die erste so grosse Tour, wir haben mit ihnen auf ein paar Festivals zu Hause gespielt. Für uns ist diese Chance natürlich super, die Jungs sind nett, sie unterstützen uns toll. Ohne sie wären wir jetzt wohl kaum hier. Ihre Musik ist härter als unsere, wir haben mehr Midtempoparts und mehr Melodien, auch in unseren härteren Songs. Die Musik unterscheidet sich zwar, aber ihr Publikum kommt mit unseren Songs ganz gut klar.

Wo hattet ihr bis jetzt euer bestes Konzert in Europa?

Barry: Düsseldorf, vielleicht?

Zach: Holland.

Eric: Belgien?

Barry: Oh ja, Belgien.

Eric: Düsseldorf.

Zach: Belgien.

Barry: Ok, Belgien und Düsseldorf.

Ich hoffe nach heute Abend wird Zürich auch auf dieser Liste sein.

Barry, Eric, Zach: Das hoffen wir auch!

Gibt es irgendeine lustige Tourstory?

Barry: Hier?

Wo auch immer…

Zach: Guiness.

Barry: Wir haben uns verlaufen in Zürich!

(grosses Gelächter)

Eric: Total verlaufen…

Zach: Total verlaufen…

Barry: Komplett verlaufen…

Eric: Mann, haben wir uns verlaufen!

(grosses Gelächter)

Barry: (zeigt mir einen Stadtplan von Zürich) Den haben wir gekriegt, aber hat nichts geholfen.

Eric: Nicht nur dieses eine Mal!

Barry: Ich weiss nicht mal mehr, wie wir nach Hause kamen…und Hamburg!

Eric: Ohhhh, Hamburg! Ich weiss nicht wo genau wir dort waren, aber wir waren wirklich, wirklich, wirklich sehr betrunken! Es war zwar nicht wirklich so, dass wir uns dort verlaufen haben, aber wir hatten getrunken und die Leute, welche wir dabei hatten, wollten dann irgendwann gehen und sie sind dann auch gegangen. Wir wussten den Namen des Hotels nicht und wir wussten nicht, wo wir waren.

Barry: Und wir Sprechen kein Deutsch…

Eric: Wir sprechen kein Deutsch!

Barry: Irgendwie kamen wir zurück, ich erinnere mich nicht mehr wie. Ich bin dann aufgewacht…

Zach: Ich erinnere mich, wir nahmen ein Taxi und du gingst zum Bahnhof…

Barry: Ohh ja…genau das war’s…ich erinnere mich…ok…es ist immer lustig wenn wir uns verlaufen…

Zach: Hmmm…was noch?

Eric: Wir können nicht über Amsterdam sprechen.

Zach: Nein wir können doch nicht über Amsterdam sprechen!

Eric: Komm schon…

Zach: Das ist eine wahre Geschichte…

Barry: Wir verlaufen uns viel…

Eric: Wir haben eine Menge „Wir haben uns verlaufen“ Geschichten…

Zach: Nein das kann ich nicht erlauben. Ich weiss nicht was ich erzählen soll, ich habe mich noch nie verlaufen...(Im gleichen Atemzug) Ok, ich habe mich verlaufen, ich habe mich in Amsterdam verlaufen…

Eric: Es ist hart sich zu verlaufen, wenn du an einem fremden Ort bist…

Barry: Du siehst viel von einem Ort, wenn du dich verläufst!

Verlauft ihr euch in jeder Stadt?

Barry: Wir sind bis jetzt verdammt gut darin!

Zach: Ja darin sind wir gut!

Barry: Am Ende kehren wir immer wieder zurück und wir sind auch in Amsterdam zurück gekehrt.

Als ich „The Sound Of Madness“ das erste Mal gehört habe dachte ich wow! Es ist sehr aggressiv aber auch sehr emotional und wirklich “big“! Ich mag es…

Barry, Eric, Zach: Danke vielmals!

…für mich ist das wirklich euer bestes Album, was denkt ihr darüber?

Barry: Ich bin sehr Stolz auf dieses Album wir haben noch nie so hart an einem Album gearbeitet wie an diesem. Wir haben 18 Monate gebraucht um das Album fertig zu bringen. Auch die andern Alben waren gut zu dieser Zeit, es gab aber da einiges, was ich gerne besser oder anders gemacht hätte. Beim Songwriting und bei meinem eigenen Stil. Bei „The Sound Of Madness“ habe ich jedoch nichts, was ich bereue, nicht anders gemacht zu haben. Das ist die Art, wie wir Musik machen wollen. Es ist für mich beeindruckend und sehr persönlich, dass ich ein Teil von einem so tollen Ergebnis bin, dass dies das Ergebnis ist, was ich (mit)gemacht habe. Es ist ein grosses Werk und es wird ewig existieren, auch wenn ich schon lange tot bin.

Eric: Wir haben ein sehr gutes Album gemacht, welche eine gute Mischung zwischen en weicheren und den härteren Songs bietet. Die Arbeit hat sich gelohnt. 

Welches ist euer Favorit auf „The Sound Of Madness“?

Eric: The Crow And The Butterfly.

Barry: The Crow And The Butterfly und Call Me, sind meine Favoriten auf dem Album, der Song den ich live am liebsten spiele ist The Sound Of Madness.

Eric: Ja, den mag ich live auch am liebsten.

Zach: Call Me und The Crow And The Butterfly.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen, ein Orchester in einigen Songs mit einzubauen?

Barry: Eigentlich waren das Rob Cavallo und Brent, unser Sänger. Sie sassen zusammen, ok ich war auch dort aber ich habe nicht geredet, wenn die zwei sich unterhalten komme ich nicht zum reden. Wir sassen also zusammen und haben über die Songs geredet und wie wir die Balance bei den Midtempo Songs ausnutzen konnten. Irgendwann kam die Idee oder besser gesagt die Erkenntnis, dass die einen Songs ein Orchester verdienen und brauchen. Wir haben also ein Orchester organisiert und mit ihnen die Songs eingespielt. Es ist erstaunlich, wie gut wir damit genau jene Lücken füllen konnten, welche die Songs so gut machten.

Ist es jetzt nicht sehr schwierig, das nächste Album besser zu machen? Ist es überhaupt möglich, „The Sound Of Madness“ noch zu toppen?

Barry: Ich hoffe nicht, dass das schwierig wird. Ich weiss es nicht. Du versuchst doch immer dich selbst zu toppen. Sooo genau habe ich mir über das neue Album noch gar keine Gedanken gemacht. Wir werden irgendwann ins Studio zurück gehen und uns dann damit befassen. Aber man versucht ja bei jedem Album, in dem Moment, das Beste rauszuholen. Es kommt auch darauf an, welche Themen und welches Erlebte wir in den Songs verarbeiten wollen. Ich hoffe wir werden auch beim nächsten Album wieder solche tollen Erfahrungen machen, wie bei diesem.

Eric: Ich denke oft, wenn du ein Album machst wie dieses, kannst du nicht alles planen, es ist manchmal auch so, als ob du ein Geschenk kriegst in Form von einer Idee, die sich breitmacht. Du erwarest ja immer, dass das nächste Album besser wird als das Vorherige. Ich denke aber, es ist für uns nicht wichtig, dass wir dieses Album toppen können, sondern das wir auch beim nächsten Mal die Musik und den Stil machen, den wir wollen. Da kommt es halt dann auch noch darauf an, wie viele dieser Geschenke du dann gerade kriegst. Ich hoffe es ist möglich, ein besseres Album zu machen, aber…

Barry: Man weiss nie…

Wie wichtig ist es für euch, dass eure Fans eure Nachricht hinter den Texten verstehen?

Barry: Es ist nicht sooo wichtig, dass sie alles verstehen. Wir haben ja nicht wirklich eine Message, welche wir verkünden wollen. Es reicht uns wenn die Leute wissen in welche Richtung der Text geht. Wir sprechen halt worüber wir sprechen. Wenn Fans kommen und fragen, was meint ihr mit diem Song, dann frage ich, was denkst du? Da ist doch das Tolle an jeder Art von Musik. Ich höre die Musik von meinen Lieblingsbands und nehme mir daraus das, was meine momentane Emotion grade verlangt und was es in dem Moment für mich bedeutet. Das kann komplett etwas anderes sein, als es für Jemand anderen bedeuten würde. Das beste Beispiel ist „45“. Jemand kam mal zu mir und sagte mir, dass dieser Song für ihn sehr wichtig sei, da sein Vater sich umgebracht hatte und er Kraft bekommt wenn er „45“ hört. Es ist ein Song über Hoffnung und nicht darüber, dass sich jemand mit einer Pistole erschiessen soll, auch wenn wir singen „ich sitze über einer 45er…“

Eric: Live ist das natürlich etwas anderes, gerade hier haben wir ja auch die Sprachbarrieren. Wir versuchen immer das Publikum mit einzubeziehen. Das geht natürlich einfacher, wenn sie die Texte kennen. Aber bisher hat es auch so ganz gut geklappt. Ich hoffe, das klappt auch heute gut, die Leute in Zürich sind ja sehr nett.

Also an mir soll es nicht liegen, ich werde mein Bestes geben ;o)

Eric: Ok, da danke ich dir!

(allgemeines Gelächter)

Wie wichtig ist Rob Cavallo für euch?

Eric: Sehr wichtig…

Barry: Er ist ein Genie. Er ist unglaublich, ein unglaublicher Mensch an sich, ein unglaublich guter Produzent und rundherum eine ganz nette Person. Er behandelt uns mit Respekt und es ist einfach mit ihm zusammen zu arbeiten. Er ist immer schon drei Schritte weiter und weiss immer schon, was er morgen oder übermorgen machen will, was wir dann machen werden und ob wir dann auch in der Lage sein werden dies zu tun, einfach unglaublich!

Eigentlich wäre meine nächste Frage gewesen, ob ihr mit solch einem starken Album im Rücken nicht bald als Headliner zu uns kommt. Vor einer Stunde habe ich jedoch erfahren, dass ihr im Februar als Headliner in’s Abart kommt?!

Barry: Ja, ich habe keine Ahnung in welcher Stadt dieses Lokal ist, aber ich denke das wird irgendwo hier sein?

Ja auf der anderen Seite der Stadt, da habt ihr ja eine erneute Möglichkeit euch zu verlaufen.

Zach: Genau so werden wir es machen!

Eric: Ja, als Headliner bald nochmals hier zu sein ist toll, auch wenn wir in kleineren Clubs spielen werden.

Barry: Die Clubs werden zwar kleiner sein, aber wir kriegen mehr Zeit um zu spielen. Aber es wird kalt sein, ihr habt dann Schnee hier oder? Das Geräusch von Schnee mag ich, aber es wird kalt werden.

Eric, Zach: Huuu… es wird kalt werden.

Wie habt ihr euch gefunden um SHINEDOWN zu gründen?

Barry: Das ist interessant. SHINEDOWN war früher anders zusammengesetzt. Brent hat damals mit einer anderen Recording Firma zusammen gearbeitet, welche ihm einige Musiker hinstellte und dann hiess es, hey macht ein Album. Wir haben dann die ersten beiden Alben gemacht und sind lange auf Tour gewesen. Zach kam zu dieser Zeit vorübergehend auf Tour zu uns, da er den damaligen Gitarristen ersetzte. Wir waren sehr unzufrieden ab dem zweiten Album und uns ging es ziemlich hässlich. Nachdem zwei weitere Mitglieder ausfielen, wussten wir nicht gleich wie es weiter gehen sollte. Brent und ich wussten, dass wir SHINEDOWN nicht sterben lassen wollten. Wir haben ja auch viele Fans da draussen. Also haben wir Zach gebeten zu uns zurück zu kommen, diese Entscheidung war einfach. Eric kannten wir von früher aus dem Studio, diese Entscheidung war auch leicht. Mit Nick, unserem neuen Gitarristen war es so. Er spielte in einer Band namens Silvertide, welche für uns vor zwei Jahren als Opener spielten, wir kennen ihn seit sieben Jahren. Wir sind nun eine Band, welche aus Freunden besteht, das macht alles besser und einfacher.

Was sind eure Interessen neben SHINEDOWN?

Barry: Ich liebe es zu kochen. Mein Haus. Ich mache gerne Bier…

Du machst selber Bier???

Zach: Er trinkt nur Bier um Bier brauen zu können…

Eric: Ich jogge gerne, wenn ich zu hause bin laufe ich jeweils 4-6 Meilen. Ich arbeite gerne in meinem Studio und spiele Golf.

Zach: Ich liebe das Internet…

(allgemeines Gelächter)

Zach: Ich koche wie Barry auch gerne, wenn wir die Chance haben zu Hause zu sein, bin ich gerne mit meinem Hund zusammen und natürlich mit meiner Familie, mein Bruder ist ein grosser Teil meines Lebens. Ich spiele auch gerne Golf und mache sonst Sport mit meinem Bruder. Ich habe versucht etwas aus meinem Garten zu machen. Ich bin noch nicht allzu gut darin, aber ich arbeite daran. Und natürlich Musik schreiben und spielen.

Welche Bands inspirieren euch?

Barry: Wir alle möge AC/DC, Led Zeppelin, halt so die älteren Bands…Meine persönlichen Favoriten, welche mich auf den Weg gebracht haben auf dem ich jetzt bin, sind Iron Maiden, Prince, The Police, Nine Inch Nails, das sind so meine Tops. Aber eigentlich höre ich von Jazz bis Death Metal alles.

Eric: Muse ist eine meiner Lieblings-Band, Race Against The Machine, Stone Temple Pilots.

Zach: Stone Temple Pilots, Foo Fighters, ich höre zu Hause eine Menge alter Musik, viel Memphis-Musik, Sam Cook, B.B.King, Freddy King, Jimmy Hendrix, natürlich auch AC/DC, Led Zeppelin und all das Zeugs.

Wenn ihr nochmals am Anfang anfangen könnt, würdet ihr etwas anders machen?

Barry: (überlegt…) ähhh…

Euch nicht in Zürich zu verlaufen!

Eric: (lacht) genau, nicht mehr in Zürich zu verlaufen klingt gut!

Barry: Nein, ich würde nichts ändern. Wir hatten gute Zeiten und schlechte Zeiten, welche mich zu dem gemacht haben, der ich heute bin. Ich bin glücklich darüber was ich habe und was ich bin, so würde ich alles wieder gleich machen.

Wenn ihr wählen könnt, mit welcher Band würdet ihr gerne auf der Bühne stehen, bzw. auf Tour gehen?

Barry: Hier drüben… Muse.

Eric, Zach: Muse.

Barry: In Amerika mit den Foo Fighters.

Eric: Mit grossen Bands!

Zach: AC/DC.

Als ich das erste Mal von SHINEDOWN hörte, war das 2005 anlässlich der WWE No Mercy Veranstaltung (Wrestling). Seit damals habt ihr schon einige Songs für WWE gemacht, wie kam es jeweils dazu?

Barry: Sie haben uns angefragt. Sie mochten unsere Musik und haben dann „ I Dare You“ von unserem zweiten Album genommen. Seit da haben wir eine gute Partnerschaft und konnten auch zu Wrestlemania 22 einen Song schreiben. Wir durften auch mit John Cena, welcher der grösste Mann ist den ich je in meinem Leben gesehen habe, zusammen arbeiten. Es macht Spass, sie sind nett zu uns, und wir supporten uns gegenseitig.


(unsere Denise hat die Jungs vom Shinedown im Griff)

Ich erinnere mich noch genau, ich sass am Tv und dachte mir, wer singt denn da? Meine Recherchen ergaben damals: SHINEDOWN! Nun, fünf Jahre später sitze ich hier und mache mit euch ein Interview…

(allgemeiner Jubel)

…das macht mich schon etwas nervös…

Barry, Eric, Zach: Neee, du brauchst nicht nervös zu sein, komm schon…Hör doch auf!

(verlegenes Lächeln meinerseits…phuuu, schnell das Thema wechseln!)

Habt ihr einen Favoriten unter den Wrestlern?

Barry: John Cena, weil ich ihn getroffen habe und er wirklich ein toller Kerl ist.

Zach: Ich mag Hulk Hogan am liebsten!

Barry: Ja, Hogan und der Undertaker sind natürlich die Klassiker.

Zach: Und Macho Man und den Undertaker, ich bin in dieser Ära aufgewachsen und mag somit die älteren Wrestler am liebsten. Die Bushwackers waren auch toll!

Sie kommen ja nächsten Monat nach Zürich, ich freue mich darauf, den Undertaker wieder live zu sehen…

(allgemeines Gelächter)

Zach: Ja wir haben davon gehört, wird sicher lustig werden, ich wünsche dir viel Spass!

Den werde ich haben!

Was erwartet ihr für 2009?

Barry, Eric, Zach: Touring, touring touring, wir werden das ganze Jahr auf Tour sein.

Zach: Nicht nach Hause gehen…

Barry, Eric, Zach: Touring, touring touring…

Eric: Wir werden wahrscheinlich, wenn es gut kommt, drei Wochen zu Hause sein im nächsten Jahr. Und wir kommen ja auch bald nach Zürich zurück!

Barry: Genau, wir werden auch in Amerika wieder auf Tour gehen, als Headliner und als Support Act für eine grosse Band. Wir werden auch auf verschiedenen Sommer Festivals spielen, eventuell auch hier. Möglicherweise werden wir ende Sommer sogar nach Japan und Australien gehen. Dann wieder zurück in Amerika ein paar Auftritte absolvieren und dann ist schon wieder Weihnachten!

Zach: Wir sind sehr, sehr beschäftigt nächstes Jahr.

(allgemeines Gelächter)

Eric: Wird sind sehr, sehr beschäftigt nächstes Jahr.

Wie sieht euer Frühstück aus?

Barry: Joghurt

Eric: Joghurt und Fruchtsaft…

Barry: Ich mag auch Käse und Salami!

Zach: Ich mag die Frosty Flakes hier, zu Hause esse ich eigentlich nie Flakes, aber hier drüben passt das irgendwie ganz gut.

Barry: Flakes und Salami kommen auch gut!

Eric: Wir ernähren uns eigentlich sehr gesund.

Mit „Devour“ habt ihr ein Statement gegen den Irakkrieg abgegeben. Wie wichtig ist dieser Song für euch?

Barry: Sehr wichtig! Es ist eine wirklich gefühlte Reaktion auf das, was wir gesehen und erlebt haben als wir dort waren und unsere Truppen besuchten. Wir sahen, wie Stolz sie waren, dass wir für sie ein Konzert gaben, was uns umso stolzer machte, unseren Job auf der Bühne zu machen um unsere Truppen damit zu unterstützen. Du kannst für oder gegen den Krieg sein, aber du musst für deine Truppen sein, denn die sind dort unten und machen ihren Job. Sie machen ihren Job gut, aber sie haben keine Wahl. Deshalb müssen wir sie unterstützen. Dort unten sind Männer, die haben ihre Kinder seit Jahren nicht mehr gesehen, andere haben ihre Kinder überhaupt noch nicht gesehen. Wir haben Männer getroffen, die haben ihre Freunde verloren, zum Teil einige Tage kurz bevor wir ankamen. Das ist wirklich traurig. Du siehst das und du bist frustriert, weil du das siehst und nichts tun kannst. „Devour“ ist unser persönlicher Brief an Präsident Bush und an das Ende seiner Präsidentschaft und hoffentlich das Ende von dem Kreis in dem wir uns bewegen.

Werdet ihr wählen gehen?

Barry, Eric, Zach: Ja, natürlich!

Darf ich fragen wen?

Barry, Eric, Zach: Nein!

(groooosses grinsen)

Eric: Wir versuchen keine politische Band oder irgendwelche einflussreiche Personen zu werden.

Was erwartet ihr vom neuen Präsidenten?

Zach: Ganz ehrlich; ich hoffe dass sich nicht allzu viel ändert. Also ich meine…

Eric: Natürlich, da gibt es eine Menge von dem wir hoffen, dass es sich zum besseren wendet…

Zach: Du hoffst und dann…

Eric: Ich hoffe auf Jemanden, der einfach alles etwas zum besseren wendet…Natürlich kann keiner sofort alles ändern, aber…

Barry: Oder zum schlechteren…

Eric: Jedenfalls braucht alles seine Zeit und nichts wird sich von heute auf morgen ändern…Ich hoffe jedenfalls auf Jemanden, der generell wieder ein positiveres Licht über die USA bringt und mich stolz macht…Versteh mich nicht falsch, ich bin stolz Amerikaner zu sein, aber …

Barry: Wir sind alle stolz, Amerikaner zu sein, aber das Ansehen der anderen Länder uns gegenüber ist in den letzten Jahren schon gesunken. Ich mag die Auslandsbeziehungen und ich denke wir haben verlernt, diese Beziehungen zu führen. Ich denke wir haben auch den mentalen Respekt der anderen Länder verloren…

Eric: Ja genau!

Barry: Ich denke in den Augen vieler erwecken wir den Eindruck, dass wir stets denken, hey wir können tun und lassen was wir wollen, küsst meinen Hintern, wir sind die Besten…Auslandsbeziehungen sind sehr wichtig.

Zum Schluss möchte ich euch einige Stichworte geben und ihr sagt mir das erste, was euch dazu einfällt...

Schweiz?

Eric: Wunderschön.

Barry: Schokolade.

Zach: Nett.

Disturbed?

Barry: Freunde.

Zach: Nie von denen gehört.

Eric: Ich liebe sie!

(allgemeines Gelächter)

American Idol?

Barry: Ich hasse es.

Eric: Eine Schande.

Zach: (streckt seine Zunge raus)

Groupies?

Barry: Interessieren nicht.

Eric: Interessieren mich nicht.

Zach: Ich kenne keine.

WWE?

Barry: Fun.

Eric: Explosionen.

Zach: Sport.

Myspace?

Barry: Eine grosse Fläche.

Eric: Ich liebe es.

Zach: Ich bin Zach und ich habe ein Problem.

(grosses Gelächter)

Habt ihr irgendwelche letzte Worte für mich?

Barry: Zuerst möchte ich mich bei dir bedanken.

(der hat keine Ahnung wie dankbar ich bin! *g*)

Barry: Und vielen Dank an unsere Fans, dass sie sich die Zeit nehmen und unsere Shows besuchen! Das ist, weshalb wir das Ganze machen…

Eric: Wir lieben unsere Fans, wir ehren sie und es interessiert uns nicht wirklich, woher sie kommen.

Zach: (grinst) Wir schätzen es, dass du uns diese Fragen stellen willst.

Danke vielmals!

Eric: Jederzeit wieder!

Barry, Zach: nicken lachend und zustimmend…

Vielen Dank Für das Interview.

Eric: Ich habe noch eine Frage, kommst du im Februar wieder, um ein Interview zu machen?

(Stolz wie die Königin der Welt) Seeehr gerne! Versprochen!

(hätte ich es nicht schon erwähnt, wäre spätestens jetzt der Zeitpunkt gekommen, an dem ich wirklich erwähnen müsste, wie sehr ich meinen Job hier liebe *ggg*)

(Interview by Denise)


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