SHAKRA
"Das sind dann die Momente wo ich denke "oh fuck" und dann geht’s los"
(Interview mit Mark Fox, Mai 2009)

SHAKRA! Meine absolute Nummer eins kamen nach Zürich und ich durfte ihren Sänger Mark Fox zum Interview treffen à geil! Mark holte mich beim Hintereingang ab und brachte mich in die Garderobe. Da wir auf dem Weg dahin an einem Kühlschrank vorbei kamen nahm Mark für uns ein Bier heraus (das war der beste Start in ein Interview den ich je hatte *g*) und ich durfte losfragen.
Wie war die Europa Tour?
Gut.
Erfolgreich?
Ja.
Ausverkauft?
An den einen
Orten etwas weniger, an den Andern etwas mehr, aber auf jeden Fall befriedigend.
Habt ihr euren neuen Iveco dabei gehabt?
Nein, wir
hatten einen Nightliner, wir waren ja 16 Personen, da hätten wir im Iveco
keinen Platz gehabt.
Wie ist das Leben so im Nightliner?
Bei diesem war
es genial! Wir hatten genügend Platz und Luxus vom feinsten. So was hatten wir
noch nie. Auf der „Fall“ Tour waren wir einen Monat unterwegs und hatten
nicht mal ein Klo, in diesem hatten wir zwei Duschen und eine Toilette, die
wurde extra umgebaut so dass man sogar mit Wasser spülen konnte, was heisst man
durfte sogar sch… in diesem Ding. Nix mit Chemie und das stinkt dann auch
nicht! (lacht)
Ich habe ein Interview mit Thomas Muster gehört, dort sagte er dass der Nightliner in dieser Zeit ja so quasi euer Wohnzimmer sei und ihr Regeln aufgestellt habt, damit nicht jeder in bzw. durch euer Wohnzimmer läuft. Wurden diese Regeln eingehalten?
Ja, da muss man
schon ein paar Grenzen setzen, weisst du, wenn so viele Mensche auf kleinem Raum
leben, da hat jeder sehr wenig Privatsphäre. Wenn dann plötzlich noch andere
Leute reinkommen… das ist dann heikel…
Wo hattet ihre euer bestes Konzert?
Ich denke
Ingoldstadt… Proppenvolles Haus und ca. 60 Grad auf der Bühne! Ich bin zwar
fast gestorben, aber es hat für’s Publikum und für uns gepasst, das war
genial dort.
Ich habe letzte Woche im SF2 eine Konzertaufzeichnung von eurem Auftritt in Huttwil gesehen und sofort wieder richtig Sehnsucht nach euren Konzerten gekriegt. Wie geht es euch in der konzertfreien Zeit?
Genau gleich,
wir wollen alle immer baldmöglichst wieder auf die Bühne. Jetzt waren wir
solange im Studio, wir hatten unser letztes Konzert ja im August und das ist
doch schon eine Weile her. Seit da waren wir dauernd irgendetwas am machen,
damit die neue Scheibe gut wird und da fehlt das „Live Erlebnis“ dann schon
gewaltig. Du kriegst in dem Moment dann keine Rückmeldung mehr von den Fans.
Klar wir haben schon auch ausserhalb der Konzerte via Gästebuch etc. mit den
Fans Kontakt, aber dass ich auf die Bühne stehen kann, mich „wie ne More“
freuen kann und jeaahhhhhh… das fehlt dann schon. Es ist halt einfach geil
irgendwo auf einer Bühne stehen zu können und dort Musik machen zu können.
Das macht mehr Spass als im Studio, dort stehst du halt einfach da und…
(lacht)
Ich war letztes Jahr in Wäckerschwend an einem Konzert von euch…
…Wäckerschwend
ohh ja das ist im Emmental irgendwo auf dem Hügel…
Dort waren ca. 100 Leute anwesend, wenn überhaupt. Aber ihr habt auch dort eine tolle Show gezeigt. Damals ein Konzert vor knapp 100, jetzt Volkshaus mit 800 verkauften Tickets im Vorverkauf, dann mal an einem Open Air vor Tausenden an denen ihr auftretet… Welche Konzerte bevorzugst du?
Das ist sehr
schwierig zu sagen. Weisst du, das ist alles für sich selbst extrem geil. Wenn
du ein kleines Publikum hast, dann ist alles viel persönlicher, wenn du ein
grosses Publikum hast, dann hast du was für’s Ego. Das ist schon genial, da
kann ich die Hand in die Höhe strecken und sagen, hey schreit mal und dann
kommt eine gewaltige Wand Geschrei zurück, das ist geil und das ist der
Unterschied. Aber was hat man nun lieber? Das ist dann die Frage. Wenn man das
Eine hatte, vermisst man das Andere und umgekehrt. Für mich ist das so ein
Wechselspiel aber ich finde alles sympathisch, das ist ja das was man will. Man
will mit seiner Musik auf die Bühne stehen und den Leuten die dann unten stehen
ein Freude machen. Das kommt dann auch zurück. Das ist das was stimmen muss,
egal ob das drei Fans oder 10000 sind… ehrlich, wenn das mit dem „zurückkommen“
aufgeht und etwas zurück kommt, dann ist das tiptop.
Ihr hattet ja einen kurzen Promo Auftritt am Eishockeymatch der SCL Tigers, dort habt ihr einen Song Playback vorgestellt, wie war der Auftritt dort und wie war das für euch? Machte das Spass oder dachtet ihr, nun ja das ist ein Promo Auftritt, da müssen wir halt nun mal durch?
Nein du, da bin ich voll abgegangen! Weißt du da musste ich mal nicht darauf achten richtig zu singen. (lacht) Aber das war auch technisch gar nicht möglich live zu spielen. Wenn man für ein Lied mitten auf dem Eisfeld steht… das geht gar nicht anders, da müsste man soviel auf und abbauen, Soundcheck machen etc. Dann spielt man ein Lied und muss alles wieder abbauen, das loht sich für Niemanden, nicht mal für’s Publikum. Deshalb haben wir das Playback gemacht, aber sie hatten wenigstens eine Premiere.

Aber für euch hat das gepasst?
Klar, also für
mich war das tiptop. Ich bin dort wie wild auf dem Teppich herumgehüpft, ich
war der tasmanische Teufel!
Weshalb hab ihr „Everest“ zuerst im Ausland vorgestellt?
Das ist ganz
einfach zu erklären. Ich hatte ja auf der letzten Tour Stimmprobleme gehabt und
wir mussten die Tour im Ausland absagen. Jetzt, auf dieser Tour waren das alles
Orte an denen die Leute bis jetzt gewartet haben. Die hatten noch ihre Tickets
vom letzten Mal und da wollten wir zuerst zu denen gehen. Das hat aber nichts
mit dem Stellenwert der Fans zu tun oder so, wir waren denen im Ausland einfach
noch etwas schuldig.
Dafür habt ihr die Show für uns nun genug geübt.
Genau!
Ich war ja am AC/DC Konzert und fand es schade, dass nicht ihr als Vorband aufgetreten seid. Redwood kamen nicht so toll an…
Also als
Vorband von AC/DC kommt keiner an, das kannst du vergessen (lacht) da werden
sogar extrem gute Bands ausgebuht, weil jeder nur auf AC/DC wartet.
So, dann kommen wie mal zu „Everest“. Ich dachte schon beim Pre Listening bei euch im Tonstudio, dass dieses Album schlicht das Beste ist, was ihr bisher gemacht habt. Wie siehst du das?
Ja, garantiert
auch so. Aber man versucht das ja bei jedem Album. Man schaut zurück auf das,
was man bisher gemacht hat und man ist dann auch stolz auf das Ergebnis. Man hat
aber trotzdem jedes Mal irgendwelche Abstriche, die man macht. Das dauert zwar
jeweils ein Weilchen, bei „Everest“ kann ich jetzt noch nichts dazu sagen,
das geht noch ein paar Monate. Später denkt man dann, oh das hätte ich noch
anders mache können und man hat immer die Vorstellung das Eine oder Andere noch
besser zu machen. Ich würde zwar nie sagen, das war jetzt das schlechteste
Album, welches wir je gemacht haben, aber wir denken doch jedes Mal hey, das
geht noch besser.
Also wusstet ihr von Anfang an, dass „Everest“ ein so wuchtiges Album werden wird?
Ja eigentlich
schon, man orientiert sich an dem was man gemacht hat, pickt sich dann das Eine
oder Andere heraus und baut auf dem dann auf. Das ist ja auch das, was wir seit
Jahrzehnten machen.
„Everest“ war am Erscheinungstag bereits auf Platz sechs, jetzt seit ihr auf Platz 4, geil oder?
Offiziell geil.
Also wäre die Steigerung beim nächsten Mal der Eintritt mit Platz drei und dann Platz eins?
Ich wäre für
den Einstieg auf Platz eins! (lacht) Also eigentlich hätte ich das bei diesem
Album schon erwartet aber da sind uns Depeche Mode, Lady Gaga und Stress
dazwischen gekommen. Ok Stress gönne ich den Platz unter den Top drei, er ist
ja schliesslich ein Landsmann, da ist das kein Problem.
Sämtliche Reviews, welche ich über „Everest“ gelesen habe sind schlicht voller Lob für dieses Werk. Gibt es überhaupt Jemanden, der Kritik an diesem Album geübt hat?
Ja doch die
gibt es schon. Klar, es gibt immer Jemanden, der Kritik an einem übt und das
ist auch gut, wenn es sich dann auch wirklich um Kritik handelt. Ich war vor ein
paar Tagen bei einer Radiosendung zu Gast und das war unglaublich. Da komme ich
von der Tour im Ausland zurück und der Moderator erzählt mir irgendetwas von
einem Artikel, der in einer Zeitung stand. Das war der totale Verriss, aber so
etwas nehme ich dann nicht an. Da stand was von monotoner Musik, dubiosen und
stupiden Texten. Der Mensch der das geschrieben hat, hat sich nicht mit dem
Album auseinander gesetzt Der bekam das wahrscheinlich und dachte sich ok, Hard
Rock, da schreibe ich dies und das und dann ist gut. Das wurmt einem zwar aber
als Kritik nehme ich so etwas nicht auf. Wenn man etwas kritisieren will ist das
ok, dann soll man sich aber vorher auch dafür interessieren und sich damit
befassen. Dann kann man kritisieren und sonst soll man es sein lassen. Das
Interview beim Radio war für mich die Hölle, weil der einfach nur versucht hat
irgendwelche negativen Sachen hervor zu bringen. Der macht die Sendung seit
Jahren und wenn der keine Lust hat mit mir zu sprechen, dann soll er es doch
einfach sein lassen. Und wenn dann anschliessen eine Stunde lang Schweden Musik
gespielt wird, dann weiss ich dann auch, weshalb der so ist wie er ist. (lacht)
Wir sind nun mal nicht Schweden, ich kann mich ja schon Lindström nennen oder
so, dann hätte der wahrscheinlich seine Freude aber wir sind nun mal nicht
Schweden.
Shakra ist ja eine Hard Rock Band. Weshalb habt ihr mit „Why“ schon wieder eine Ballade als erstes präsentiert? Ich weiss du stehst auf Balladen…
He, nicht nur
ich!
Ok Thomas Muster mag die auch sehr gerne. Aber weshalb habt ihr nicht „Ashes To Ashes“ genommen?
Also schau mal.
In der Schweiz, in der Radiolandschaft… Wir brauchen Promo, das ist klar. Wir
müssen unsere Musik irgendwo präsentieren können, das ist nun mal einfach
so… und nun ja, die spielen halt nur das. „The Journey“ oder so würden
die nie spielen, da haben wir keine Chance. Also nimmt man als Single den Song,
der dann auch gespielt wird. Wir machen aber keine Balladen, nur damit diese
dann im Radio gespielt werden. Wir haben unsere Freude an Ballade und die müssen
einfach drauf, die gehören dazu.
Ich hab mal gehört, du würdest am liebsten nur Balladen schreiben.
Also so ist es
dann schon nicht. Aber es stimmt schon, bei Hard Rock Balladen gibt es einfach
einen extremen Gefühlsausdruck. Ich bin halt ein sensibler Mensch und wenn es
mir nicht gut geht, dann höre ich so Rock Balladen und kann dabei herrlich
losheulen. Bei einer Pop Ballade kann ich das nicht, da kommt nicht plötzlich
eine Gitarre, welche dir mit einem „Wammmm“ den zusätzlichen Kick dazu
gibt, dass dir die Bäche runter laufen. Bei Rock Balladen geht das tiptop und
wenn ich das dann auch noch für mich selbst machen kann, dann finde ich das
schlicht geil. Dann ist es draussen und gut so. Weinen ist gesund, da kannst du
dich von innen heraus waschen.
Wie war es den Videoclip zu „Why“ in Frankreich zu drehen?
Kalt! Aber auch cool, die Franzosen sind ein extrem herzliches Volk.
Man sieht dich in diesem Video als alten Mann verkleidet. Hat die Verwandlung in der Maske lange gedauert?
4,5 Stunden mit
zwei Visagistinnen welche an meinem Gesicht gearbeitet haben.
(Roger Tanner kam herein, begrüsste mich, sagte kurz, dass er schon ganz nervös sei und verschwand wieder.)

Den Videoclip zu „Ashes To Ashes“ habt ihr ja mit euren Fans gedreht. Wie entstand die Idee dazu?
Es ging darum
ein Video zu einem harten Song zu drehen und wir dachten, dass das für unsere
Fans bestimmt auch geil wäre, wenn sie dabei mitwirken können. Ich denke wir
konnten den Fans damit etwas bieten, das sie sonst das ganze Leben lang nie
erleben können. Es hat glaube ich auch allen Spass gemacht, aber man konnte so
nach drei Stunden sehen, dass sie doch recht müde wurden. Ich musste dann ein
paar Mal auf die Bühne stehen und sie richtig anfeuern. Ich sagte dann immer:
kommt schon Leute noch einmal! Das war dann zwar geflunkert, denn eigentlich
waren es ja dann noch fünf Mal, dann Pause und nochmals fünf Mal, aber sie
hatten Spass dabei. Sie sehen sich ja dann dafür im Videoclip.
Fast jedes Mal, wenn ich etwas über Shakra höre oder lese, jetzt noch mehr, da mit „Everest“ auch ein Berg gemeint ist, wird der Vergleich mit Gotthard gemacht. Nervt das nicht mit der Zeit?
Damit muss man
einfach umgehen können. Das hat auch mit dem schweizer Volk selbst zu tun, weißt
du, die brauchen einfach irgendeine Schublade in die sie einem stecken können.
In der schweizer Hard Rock Szene gibt es nicht viele Beispiele und die wollen
halt vergleichen können, dann kommt halt nun mal meistens Krokus oder Gotthard
dabei raus. Das kann einem nerven oder nicht, ich habe mit 17 Jahren Gotthard
gehört und mache es heute noch. Es ist immer gut, wenn man mit jemandem
verglichen wird der gut ist und Gotthard ist ja nicht irgendeine Band.
Auf MySpace konnten wir unter deinem Status „Textomanie“, gefolgt von „Textomanie hoch 10“ lesen. Wie kommt das jeweils? Hast du dann jeweils gerade eine sehr kreative Phase oder ist es eher so, dass du in diesem Moment gerade etwas sehr intensives erlebt hast, welches du dann auf diese Weise verarbeitest?
Meist kommt da
sehr viel aufs Mal und dann kann ich schreiben. Wenn weiniger in meinem Leben läuft,
dann fällt mir das texten schon schwerer. Am besten schreibe ich, wenn mich
etwas wirklich nervt. Da meine Texte eher kritisch sind, bin ich dann auch in
der richtigen kritischen Stimmung um zu schreiben. Das sind dann die Momente wo
ich denke "oh fuck" und dann geht’s los.
Wie es scheint hat sich Dominik (der neue Bassist) gut bei euch eingelebt? Hat der Wechsel von Oli zu Dominik von Anfang an gut geklappt?
Ja. Es war ja
auch nicht so, dass Oli und wir uns im Streit getrennt haben. Oli hatte einfach
eine andere Vorstellung davon, was er aus seinem Leben machen will und hat sich
für seine Familie und den Beruf entschieden. Da kann keiner von uns ein
Argument dagegen sagen. Dann kam Dominik und jetzt ist er das Kücken. (lacht)
Jetzt bin ich ja auch schon dreissig. Huiuiui ich war 23 Jahre alt als ich zu
Shakra kam, da stand überall in der Presse der junge Typ. Jetzt bin ich
dreissig, jetzt steht nirgends mehr etwas über mein Alter, ich bin jetzt ein
alter Sack! Aber mit Dominik, das ging tiptop.
Er ist noch etwas scheu…
Ja. Aber das
ist seine Art, das haben wir jetzt auch auf der Tour gemerkt. Im privaten Leben
ist er sehr ruhig, auf der Bühne ist er ganz anders, er kommt dann wirklich aus
sich heraus. Dem kannst du sagen; probier mal dies und das und dann macht er
das, wirklich tiptop.
Wie kam der Deal mit Sony zustande?
Ich glaube das
war so, dass unser Vertrag auslief und Sony uns schon länger beobachtete. Eine
Major Firma will ja immer von jeder Sparte etwas unter Vertrag haben. Gotthard fällt
bei denen weg, da die jetzt bei Nuclear Blast unter Vertrag stehen. Sony wollte
eine Band, welche auch standfest ist und die dachten wohl Shakra sind standfest
also nehmen wir die. (lacht)
Also kamen Sony auf euch zu?
Ja.
Jägermeister ist ja nun auch euer Sponsor. Konntet ihr schon fleissig davon kosten?
Nein, weil die
heute das erste Mal einen Stand aufbauen, aber ich sage es dir das nächste Mal
wie es läuft. (lacht)
Ihr habt ja mit eurem Fanclub eine sehr familiäre Beziehung. Werdet ihr euch diese Zeit auch noch nehmen, wenn ihr dann Europa erobert habt und wirklich berühmt seit?
Ja natürlich,
der Kontakt zu unseren Fans ist uns sehr wichtig! Wir setzen uns nach dem
Konzert jeweils kurz hin um uns auszuruhen und die Kleider zu wechseln und dann
kommt auch meist schon vom Ersten von uns die Frage „gehen wir nach vorne?“.
Meist dauert das kaum länger als ein paar Minuten.
Das ist also keinesfalls ein Pflichtprogramm für euch?
Nein überhaupt
nicht, wir geniessen den Kontakt mit unseren Fans. Da weißt du auch mit wem du
es nachher zu tun hast.
Wie entscheidet ihr euch, welche Songs ihr live spielt?
Wir spielen
sie. Im Übungsraum merken wir schnell, welcher Song sich eignet live zu
spielen. Einen Song im Studio zu spielen ist komplett etwas anderes. Im Übungsraum
merkst du, ob etwas grooved oder nicht. Spätestens nach zwei bis drei Konzerten
merken wir dann auch, ob ein Song ankommt oder nicht.
Ist es eine grosse Gratwanderung zwischen dem, was ihr spielen wollt und dem, was die Fans hören werden?
(lacht) Nun
gut, die Fans würden am Liebsten immer alles hören. Aber es werden langsam zu
viele Songs.
Tomas Muster kam mittlerweile in die Garderobe und ergänzte Marks Aussage damit dass er meinte, die Dramaturgie müsse stimmen.
Was erwartest du von heute Abend?
Ich bin extrem
nervös! Es werden viele Leute kommen, das wissen wir und es ist das erste
Konzert in der Schweiz dieses Jahr. Sonst bin ich ja nicht mehr so nervös, aber
heute da bin ich es.
Wie beschreibst du die Shakra Live Show?
Wir sind gut!
Heutzutage habe die Musiker immer das Gefühl, sie müssen eine grosse Show
bieten. Ok das richtige Licht und so braucht es schon, wir haben ja auch
zwischendurch mal etwas Pyrotechnik dabei, aber es muss schon passen. Man sollte
jedoch die Musik dabei nicht vergessen. Ich habe das Gefühl dass immer mehr
Bands einfach nebenbei die grosse Show mit x Effekten laufen lassen, damit sie
sich auf der Bühne musikalisch nicht mehr so anstrengen müssen, da sich ja
dann eh alle auf die Show und Knaller konzentrieren. Wir sind es den Fans
schuldig, dass sie Musik bekommen und nicht das drum herum. Es ist schon geil
wenn man etwas Show bieten kann, aber es sollte nicht übertrieben werden.
Weshalb habt ihr Maxxwell als Support Act gewählt?
Du, die sind
gut! Wir haben nicht den Anspruch eine Band, die schlechter ist als wir als
Vorgruppe zu nehmen nur damit wir dann besser da stehen. Wir wollen den Leuten,
die diese Musik mögen und an unsere Konzerte kommen, einen Abend bieten, an dem
sie ihre Freude haben. Und sich zu profilieren ist nicht unser Ding. Da gibt es
genügend Andere die das machen.
Welches ist dein Lieblingssong auf „Everest“?
Im
Moment gerade „Love And Pain“.
Was ist dein Shakra Lieblingssong?
Uhhhh, da gibt
es viele.
Welche
Bands inspirieren dich?
AC/DC,
Guns’n’Roses, Whitesnake, Motley Crue.
Welche Cd hast du als letztes gekauft?
Die neue
Guns’n’Roses.
Wie sieht dein Frühstück aus? Bier und Pizza oder Milch und Müesli?
Milch und Müesli.
Gibst du gerne Interviews?
Ja, das mache
ich gerne.
Würdest du etwas ändern, wenn du nochmals von vorne anfangen könntest?
Das kann ich
dir jetzt noch nicht sagen, das kann ich erst sagen, wenn alles durch ist, so in
der letzten Minute meines Lebens. Aber ich denke dann haben wir kein
Interview…
Willst du mir noch etwas sagen, dass ich vergessen habe zu fragen?
Nein, du
vergisst ja nichts zu fragen. (lacht)
Irgendwelche Schlussworte?
Nein.
Darf ich noch ein Foto machen?
Nein.
Häää???
(lacht) natürlich, klar darfst du.

(unsere Denise fest im
Griff von Mark Fox)
(Interview by Denise)