REDEEM
"...naja, wirklich fleißig waren wir nicht..."
(November 2008)

Ich hab die Jungs
von REDEEM das erste mal bei DAUHTRY gesehen und war sofort begeistert von
ihnen. Deswegen hab ich auch nicht gezögert als ich sie beim Merchandise-Stand
gesehen habe. Ja, so fing das an … damals… im März oder so. Und wie ihr
nachlesen konntet hat mich Stefano auf ein Backstage-Bier eingeladen, wenn sie
wieder hier sind. Das ging dann schneller als erwartet, da REDEEM Support von 3
DOORS DOWN in diesem Herbst waren. Da hab ich mir gleich mal mein versprochenes
Bier abgeholt!
Nach vier Stunden
Fahrt und der Suche nach dem Backstage-Eingang der Porsche-Arena in Stuttgart
kam ich dann endlich in Begleitung des Tourmanagers in der Garderobe der Jungs
an. Ich wurde herzlich begrüßt und mir wurde sofort ein Bier in die Hand gedrückt!
Was für ein Service! So mag ich das!!! Ich solle mich wie zu Haue fühlen... ok,
manche Dinge soll man nicht zu wörtlich nehmen. Ich konnte die Jungs ja nicht
vom Sofa vertreiben, weil ich erst mal ein Nickerchen machen wollte (die Fahrt
war anstrengend und ich bin ja nicht mehr die jüngste!)
Na, was macht die
Arbeit für das neue Album? Es hieß ja Ende dieses Jahres, aber das wird ja
wohl nix …
Stefano:
war mal so geplant! Aber leider sind wir auf Tour!
Immer mal wieder.
Stefano:
ja immer mal wieder…
Und? Wann ist
damit zu rechnen?
Stefano:
ah, ja wann ist damit zu rechnen… geplant ist so Januar/ Februar nächstes
Jahres. Jetzt sind wir ja auf Tour und im Dezember gehen wir noch mal auf Tour.
Oh, Tour, da muss
ich gleich mal nachhaken… mit wem?
Stefano:
alleine. Das wird so eine kleine Club-Tour in der Gegend um Köln. Zuerst war
nur eine Show geplant, und nun sind wir grad dabei noch ein paar zusätzliche zu
bekommen; gehen dann so Januar wieder ins Studio und versuchen so schnell wie möglich
das Album fertig zu stellen.
Ihr steht also
nicht unter Termindruck, von wegen Abgabe-Termin oder so?
Stefano:
nein überhaupt nicht! Wir suchen ja grad auch eine neue Plattenfirma und wir
haben schon Interessenten, die sich auch die Shows ansehen und einige Verträge
sind schon auf dem Tisch, aaaaber wir möchten immer alle Angebote haben und
dann entscheiden wir, welches das beste ist.
Inwiefern wird
sie sich vom alten Album unterscheiden?
Pascal
(der heißt wie mein kleiner Sohn!): wir werden uns etwas von dem amerikanischen
Sound verabschieden. Es ist jetzt auch ein modernerer Sound mit Elektronik
reingekommen. Ich finde es auch ein bisschen psychedelisch…
Da bin ich ja mal
gespannt.
Pascal:
das letzte war ein bisschen trocken und das neue hat mehr Pep drin!
Das erste Album
kam ja bei Presse usw. riesig an…
Stefano:
ja!
Pascal:
ja! Aber das könnte bei dem neuen ein wenig anders sein! J
…setzt
einen das unter Druck?
Stefano:
nein, nicht unter Druck! Die neuen Songs sind auch sehr stark und wir sind
eigentlich überzeugt, dass die neuen Songs besser ankommen!
Ich sag mal, das
erste Album war ja mehr Mainstream und meint ihr, dass die Fans dieses Stils
auch die neuen mögen?
Stefano:
ja, ich denk schon! Wir glauben dran! Wir spielen auch heute 80% der neuen
Songs, dann kannst du dich auch gleich mal selbst davon überzeugen!
Gibt’s
irgendeine interessante Zusammenarbeit, die ihr mir gerne mitteilen möchtet?
Stefano:
nein bis jetzt noch nicht. Wir versuchen unsere Produzenten zu überreden
mitzumachen, aber wir sind nicht so die Kollaborationstypen; wir machen lieber
unser eigenes Ding.
Ich hoffe ich
bekomm sie zum Probe hören und reviewen.
Stefano:
Auf jeden Fall!
Nun zur aktuellen
Tour…
Simon:
die letzten zwei Monate waren wir 3-4x im Proberaum und haben dieses und jenes
ausprobiert und…naja, wirklich fleißig waren wir nicht.
Stefano:
Bier, wir haben viel Bier getrunken!
Pascal:
es ist ja auch nur eine halbe Stunde, die wir spielen.
Wie lange vorher
habt ihr es gewusst, dass ihr mit 3 DOORS DOWN auf Tour geht?
Stefano:
ein Monat ungefähr.
Ist eure Setliste
jeden Abend dieselbe?
Stefano:
ja! Ja, ja, die stellt man nicht um. Wir sind zu faul.
Ja, was man
einmal geprobt hat, gell…
Stefano:
ja, wir können nur die Songs! Wir waren ja nur 2 Monate im Proberaum.
Wer von euch
entscheidet welche Songs gespielt werden?
Stefano:
da wir nur diese Songs haben, die wir können, ha, ha, entscheidet sich das von
selbst! Sicher haben wir uns Gedanken gemacht, ob mehr alte oder mehr neue
Songs, aber wir dachten uns, die Leute die auf der DAUGHTRY-Tour waren, würden
sicher gern auch was Neues hören und deswegen dachten wir uns, machen wir mehr
neue Songs. Und ich denke das war auch eine gute Entscheidung!
Ich sag's euch
dann hinterher ob s eine gute Entscheidung war oder nicht :-)
Wie viele Shows
habt ihr denn jetzt schon gespielt?
Stefano:
Shows? Zwei. Eine in Dortmund und eine in Holland.
Wer von euch ist
überhaupt der Chef?
Stefano:
der Simon ist der Chef!
Der ist doch als
letzter eingestiegen, das kann doch nicht der Chef sein!
Stefano:
ne, ne… das ist so. Jeder hat Ideen und jeder bringt Ideen mit ein und wenn
nicht gemotzt wird dann machen wir das.
Ihr seid ja jetzt
auf Tour mit 3 doors down, die ja in den Staaten Mega-Stars sind… wie fühlt
sich das an? Das ist ja auch eine riesen Chance für euch, weil ihr vor einem
relativ großem Publikum spielt.
Stefano:
ja, auf alle Fälle! Wir waren auch etwas überrascht, dass wir mit durften! Für
uns ist es also sehr wichtig eine gute Show abzugeben, professionell zu sein,
und natürlich viele neue Fans zu gewinnen. Das ist schon unser Ziel!
Habt ihr sie auch
schon kennengelernt?
Stefano:
ja, ja, klar, die sind cool drauf und haben ja gleich nebenan die Garderobe…
(Tür geht auf und REDEEM werden zum Soundcheck gebeten!)
Stefano:
Dürfen wir hier kurz abbrechen? Das wäre schon wichtig!
Wie kommt ihr von
Ort zu Ort, habt ihr nen Tourbus?
(die Frage hat
sich erübrigt, da ich den Tourbus schon beim reingehen gesehen habe! Ätsch,
Ralph, du hast gesagt die hätten keinen!)
Was macht ihr an
einem freien Tag?
Stefano:
schlafen! Und, die letzen zwei Tage, … wir haben nach den ersten Shows
gemerkt, was wir besser machen könnten
und haben deswegen geprobt und ausprobiert.
Wie regelt ihr
das mit euren „normalo“ Jobs? Nehmt ihr da extra Urlaub für so ne Tour?
Stefano:
Urlaub!
Pascal:
Sonderurlaub!
Und das geht ohne
Probleme?
Saint:
Ja, wir haben sehr tolerante Arbeitgeber, die uns da auch unterstützen!
Das große Ziel wäre
mal alleine von der Musik leben zu können?
Saint:
hm… ja, das Problem ist, da ist die Schweiz zu klein für.
Wie findet man
nach so einer Tour wieder in die Normalität zurück? Oder geht s euch da wie
mir, dass es keine Normalität gibt?
Stefano:
ja, nach der Tour … fallen wir in eine tiefe Depression…
Pascal:
wie jedes Mal!
Stefano
… ja wie jedes Mal! Nein, wir haben ja so auch noch genug zu tun. Neue Songs
schreiben…
Was? Ihr habt
noch nicht mal alle Songs fürs neue Album geschrieben???
Stefano
(kratzt gerade mal so die Kurve): doch, wir haben mehr als genug, aber man weiß
ja nie was noch kommt und für was man die brauchen kann! Das Album ist ja zu
75% fertig, es ist ja nicht so, dass wir nix getan hätten!
Ihr ward heuer
Support von vielen unterschiedlichen Bands, die zum Teil auch in verschiedenen
Sparten des Rocks eingeordnet werden. Da ist es doch sicher immer wieder
spannend wie das Publikum auf einen reagiert, oder? Vorbands haben es ja
mitunter nicht leicht, besonders wenn der Main-Act recht bekannt ist. Ich selber
hab s schon erlebt, dass der Support dann gnadenlos ausgebuht wurde. Das ist bei
euch noch nicht so passiert, oder?
Stefano:
nein! Das ist uns Gott sei Dank noch nie passiert! Oder zumindest ist es nie bis
zu uns vorgedrungen!
Normalerweise
dringen die schlechten Reaktionen eher nach vorne als die guten…
Pascal:
weil der Simon immer lacht! So ein hübscher Bengel, da verzeihen die uns alle
Fehler!
(REDEEM kamen
beim Publikum super an und wie ich später auf diversen Fan-Foren nachgelesen
habe, unter anderem von 3 Days Grace, auch in den anderen Orten, in denen sie
gespielt haben.)
Habt ihr noch ein
Schlusswort an unsere Leser?
Stefano:
ja… ähm… wir freuen uns wieder in Deutschland zu sein
Pst, ich schreibe
aber für eine schweizer Seite.
Stefano:
wie? Schweiz? Wir freuen uns nicht wieder in die Schweiz zu gehen, weil wir da
wieder arbeiten müssen! Also, wir freuen uns in Deutschland zu sein!
Danke, das war s
schon! Und Proooooost!
(Interview by Melanie)