Hier bekommt Ihr ab sofort Informationen zu aktuellen und nicht mehr ganz aktuellen (aber trotzdem sehenswerten) DVD's. Wir besprechen hier nicht nur blutige, unheimliche, verstörende und "übersinnliche" Filme, sondern alles, was wir irgendwie als interessant oder erwähnenswert erachten. Eines ist jedoch Gewiss, Bambi, die Teletubbies & Co. sucht Ihr hier vergeblich...

 

WHITEOUT (2009)

Regie: Dominic Sena
KATE BECKINSALE: Carrie Stetko

GABRIEL MACHT: Robert Pryce
TOM SKERRITT: Dr. John Fury
COLUMBU SHORT: Delfy
ALEX O’LOUGHLIN: Russell Haden
SHAWN DOYLE: Sam Murphy

Im Winter 1957 stürzt eine Antonow An-12, ein russisches Frachtflugzeug, über dem Südpol ab. Alle Insassen sind tot- erschossen. Vor dem tragischen Absturz fand in der Maschine ein heftiges Feuergefecht statt. Die 3 Passagiere und die beiden Piloten erschiessen sich gegenseitig. Es muss eine wertvolle Fracht an Bord sein, für die es sich lohnt zu sterben… Doch der weisse Schleier der Vergessenheit legt sich über dieses Flugzeug, seine Fracht und die darin befindenden sterblichen Überreste jener  5 Menschen. Aber das Leben geht weiter und so finden wir uns in der Gegenwart auf der Amundsen-Scott-Südpolstation wieder. Hier herrscht Recht und Ordnung und es gibt eine Person, welche hier das Gesetz vertritt: US-Marshall Carrie Stetko. Wenn man dieses zerbrechlich wirkende Wesen betrachtet, fragt man sich, was eine so schöne Frau am Arsch der Welt zu suchen hat. Und das auch noch freiwillig! Beschissener Freund, heruntergekommene Wohnung oder einfach nur die Schnauze voll vom Grossstadtgetümmel? Nein, Carrie ist auf der Flucht. Auf der Flucht vor sich selbst, denn sie hat unlängst im Dienst ihren Partner erschossen, der, ohne dass sie es bemerkt hat, die Fronten gewechselt hatte. Nun versucht sie, in der Abgeschiedenheit, dieses Erlebnis zu verarbeiten. Und die Ablenkung kommt prompt, denn Delfy, einer der Piloten, meldet, dass er bei einem Rundflug eine Leiche gesichtet hat. Zusammen mit Dr. Fury besichtigen Carrie und Delfy den Fundort. Der tote Geologe wurde ermordet. Er war Teil einer 3-köpfigen Crew, welche auf einer anderen Station damit beschäftigt war, Meteoriten zu untersuchen. Auch die anderen Geologen kommen um, bevor Carrie auch nur eine Chance hat, die Kollegen zu befragen. Eines ist klar, ein Mörder ist unter den wenigen Menschen, die sich hier am Südpol auf der Station aufhalten. Die Zeit eilt, herauszufinden, wer dieses Gemetzel angerichtet hat, denn schon in wenigen Tagen geht der letzte Evakuationsflug. Dann wird der Winter in seinem vollen Ausmass über die Station hereinbrechen und es werden über Monate keine Flugzeuge mehr landen können. Somit würde auch der Mörder unerkannt, den Schauplatz des Grauens verlassen können. Carrie kann nur noch ihren engsten Freunden trauen- aber kann sie das wirklich…? Und dann war da ja auch noch dieses ominöse Flugzeug, das vor über fünfzig Jahren ein gut gehütetes Geheimnis in sein eisiges Grab mitgenommen hat.
Ich bin ja kein Freund von Kälte, Schnee und Eis, weil ich es einfach hasse zu frieren. Doch dieser Film schafft es, mir einen spannungserzeugten Hitzeschauer über den Rücken zu jagen. Der Film wirkt mit all seinen Kulissen sehr authentisch, die Story ist überzeugend. Zudem sieht der Film einige Überraschungen für den Zuschauer vor und auch die Tragik kommt bei all der Spannung nicht zu kurz. Und wem es jetzt immer noch zu kalt sein sollte, dem verspreche ich jetzt schon, dass die Augen vor Spannung glühen werden! (Nicole)
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BEIM LEBEN MEINER SCHWESTER (2010)

Regie: Nick Cassavetes
Cameron Diaz: Sara
Jason Patric: Brian
Abigail Breslin: Anna
Sofia Vassilieva: Kate

 Sara und Brian Fitzgerald führen mit Tochter Kate und Sohn Jesse ein unbeschwertes Familienleben - bis bei Kate im Alter von zwei Jahren Leukämie festgestellt wird. Sara und Brian befolgen den Hinweis des Arztes und setzen ein drittes Kind (Anna) in die Welt, um durch dessen Blut, Gene etc. Kate's Leben retten zu können. Wo Kate's Leben durch die Krankheit bestimmt wird, so ergeht es auch ihrer kleinen Schwester Anna, denn sobald es Kate schlecht geht, führt auch ihr Weg ins Krankenhaus - sei es zur Entnahme von Rückenmark oder der Bildung von Zellen, welche bei Kate's Genesung helfen könnten. Sohn Jesse hingegen wird immer mehr zum Aussenseiter der Familie, da sich in erster Linie alles um die krebskranke Tochter dreht. Die Eltern widerum zerbrechen fast an Kate's Krankheit, wodurch auch ihre Ehe und somit auch die Familie desöfteren auf dem Spiel steht. Eigentlich genug Stoff für ein erschütterndes Melodram, doch die Geschichte nimmt eine Wendung, als die noch minderjährige Anna einen Anwalt aufsucht, der ihr helfen soll, selber über ihren Körper bestimmen zu dürfen, damit sie nicht länger die schmerzhafte Tortur als "Materiallager" für ihre kranke Schwester dienen muss. Dieser Film entstand nach dem gleichnamigen Roman von Jodi Picoult, doch da mir die Vorlage nicht bekannt ist, kann ich leider nicht sagen, ob sich die Verfilmung weit vom Roman entfernt hat oder nicht. Was jedoch auffällt ist die Tatsache, das hier viele kleine und grosse Tragödien nur angeschnitten werden, aus denen man alleine schon einen abendfüllenden Film hätte machen können - je nachdem, aus welcher Sicht man die Geschichte erzählen würde. Einerseits ist es schön, das aus BEIM LEBEN MEINER SCHWESTER kein Tragödien-Taschentuch-Tränen-Film wurde, obwohl gerade Kate's schlimme Krankheit genug Stoff abliefern würde, andererseits wird vieles nur oberflächlich angekratzt, was einem Familien-DVD-Abend zwar zugute kommt und einem dadurch bei der tragischen Geschichte kein Erdnüsschen im Hals steckenbleibt, andererseits vermisst man etwas die Tiefe. Und doch gebe ich dem Film ein positives Urteil, denn er wirft Fragen auf. Wie weit würde ich selbst für mein Kind gehen - und was würde ich meinem Kind zumuten? Wo liegt die Grenze der Würde? BEIM LEBEN MEINER SCHWESTER ist ein Film, der ein seltsames Gefühl hinterlässt. Man wird den Eindruck nicht los, das da noch viel mehr hätte sein müssen und man nur von weit entfernt in die ganze Thematik blicken konnte - und trotzdem reicht es aus, das man nachts im Bett wach liegt und sich mit dem Film und seinen Fragen auseinandersetzt. Somit ist dieses Drama um Krankheit, Tod, Liebe und Würde empfehlenswert, auch wenn mehr drin gewesen wäre. (Ralph)

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DEAD SNOW (2010)

Regie: Tommy Wirkola
Vegar Hoel: Martin
Stig Frode Hendrisken: Roy
Charlotte Frogner: Hanna
Und wieder einmal ein Zombie-Film. Haben wir davon in den letzten Jahren nicht schon genug gesehen? Es gab 28 DAYS LATER, 28 WEEKS LATER, MUTANTS, PONYPOOL, Remakes alter, kultiger Zombie-Streifen und natürlich den eher witzig aufgemachten Zombie-Film SHAUN OF THE DEAD. Ganz ehrlich? So langsam hab ich genug Zombies gesehen - besonders auch, weil man mittlerweile eigentlich immer denselben Käse aufgetischt bekommt. DEAD SNOW beginnt dann auch wie so manch anderer Zombie/Grusel-Film. Eine Gruppe Jugendlicher verschlägt es in ein abgelegenes Haus (hier eine Ski-Hütte in den Bergen Norwegens, da sich die jungen Damen und Herren beim Schneesport austoben wollen) und auch die Tatsache, das Nachts plötzlich ein Fremder an der Tür klopft, um eine Tasse Kaffee bittet, danach irgendwelche Schauergeschichten erzählt und man sich nicht sicher ist, ob dieser Typ nun gut oder böse ist - auch das gab es schon desöfteren in der Geschichte des Horror-Films. Somit unterscheidet sich DEAD SNOW in den ersten (ca.) 45 Minuten nicht gross von dem Grusel-Allerlei ähnlicher Couleur. Als der Fremde dann die Legende von gefallenen Wehrmachts-Soldaten erzählt, die angeblich in der Gegend rumspuken sollen, wird der Film langsam unterhaltsam. Denn die Legende entpuppt sich als wahr und eine Horde von Zombies in SS-Uniformen, unter der Leitung von Oberst Herzog, macht Jagd auf unsere kleine Gruppe Jugendlicher. Das ist doch mal ne Story, die vom 08/15-Zombie-Film abweicht! Die äusserst klugen und schnellen Zombies sind gut in Szene gesetzt, es gibt ein paar deftige Splatter-Szenen und sogar der Humor kommt hier nicht zu kurz. Die Tatsache, das sich das Ganze im Schnee abspielt, gibt dem Ganzen noch eine zusätzliche, interessante Note. Hier gibts keine wackelige Handkamera, keine Zombies die sich nur Nachts zeigen (was es für die Maske einfacher machen würde) und keine Story, die sich ernster nimmt, als sie ist. Dieser Zombie-Streifen aus Norwegen ist professionell aufgemacht, die Zombies wirken gut ausgeleuchtet im Schnee noch gefährlicher und die wohldosierte Mischung aus Ernsthaftigkeit und Humor macht DEAD SNOW zu einem Zombie-Erlebnis, wie ich es schon länger nicht mehr erleben durfte. Ich dachte wirklich, das Thema Zombie-Film sei für mich erledigt, doch DEAD SNOW hat mir bewiesen, das ich auch nach all den anfangs erwähnten Filmen immer noch Spass an einem Film mit Untoten haben kann. Danke hierfür! (Ralph) -
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THE HORSEMEN(2009)

Regie und Drehbuch: Jonas Åkerlund
DENNIS QUAID: Aidan Breslin
ZHANG ZIYI: Kristen
CLIFTON COLLINS JR.: Stingray

Alle bibelsicheren Leser, werden beim Titel THE HORSEMEN sicherlich sofort wissen, um was es sich im Grunde in diesem Film handeln muss. Zugegeben, meine Tage in der Sonntagsschule habe ich schon vor längerem hinter mir gelassen, so dass ich im Grunde keine Ahnung hatte, was es mit diesen 4 apokalyptischen Reitern auf sich hat. Als eine Bibelstunde der anderen Art, würde ich nun einfach mal ganz wagemutig diesen Streifen benennen, was keinesfalls abwertend sein soll. Der Hauptdarsteller DENNIS QUAID, schlüpft  in diesem filmischen Werk gekonnt in die tragische Figur des Aidan Breslin, einem verwitweten Ermittler. Aiden hadert seit dem Tod seiner Frau mit dem Leben und vernachlässigt seither seine beiden Söhne. Er versucht seinen Schmerz zu vergessen, indem er Tag und Nacht seinem Job nach geht. Als er mit einer grausamen Mordserie konfrontiert wird, die offensichtlich mit der biblischen Prophezeiung der 4 apokalyptischen Reiter im Zusammenhang steht, wird wieder sein volles Engagement gefordert. Dass bei diesen Ermittlungen nicht nur Menschenleben auf bestialische Art und Weise ausgelöscht werden, sondern auch sein ganz persönliches Umfeld immer mehr in diesen Wahnwitz verwickelt wird, macht diesen Film unheimlich spannend. Dieser Movie bietet wirklich einiges- manchmal auch ganz Unerwartetes. Mit seinem 2. Filmwerk legt Regisseur JONAS ÅKERLUND damit einen gekonnten Thriller, rund um die christliche Mythologie, vor. Zudem sei erwähnt, dass MICHAEL BAY diesen Streifen mit produziert hat. Mein Urteil zu diesem Streifen ist klar. Eine geniale Story, gekonnte Umsetzung und das eine oder andere Aha-Erlebnis. Nur eines bleibt anzumerken: das Glück der Erde, liegt offenbar nicht immer auf dem Rücken der Pferde J. (Nicole)  Forum
 

 

DIE FRAU DES ZEITREISENDEN (2010)

Regie: Robert Schwentke

Drehbuch: Bruce Joel Rubin (Drehbuch), Audrey Niffenegger (Roman)
Henry DeTamble: Eric Bana
Clare Abshire: Rachel McAdams

Es gibt Filme, da lohnt es sich nicht gross, auf die Story einzugehen, denn man weiss, was einen erwartet. In diese Kategorie gehören Filme wie „Final Destination“, „Rocky“ oder z.B. SAW (um nur ein paar wenige zu nennen). Dann wiederum gibt es Filme, wo man gerne auf die Story eingehen würde, doch die Thematik macht es einem fast unmöglich. Um solch einen Film handelt es sich bei DIE FRAU DES ZEITREISENDEN, denn sobald das Thema Zeitreisen ins Spiel kommt, gerät man Gefahr, sich beim Beschrieb der Story hoffnungslos in Details zu verzetteln. Henry (gespielt von Eric Bana) leidet seit frühester Jugend an einem Gendefekt, sodass er immer wieder an wichtige Punkte in seinem Leben, egal ob vergangene oder zukünftige, „gezogen“ wird. Hinzu kommt seine Liebe zu Clare, die er seit ihrer Jugend durch seine Zeitreisen besucht und später beide in ihren 30ern gemeinsam trotz aller Widrigkeiten ihre Liebe aufleben lassen und vertiefen. DIE FRAU DES ZEITREISENDEN ist grundsätzlich ein Romantikfilm, dem durch das Thema Zeitreisen ein interessanter (und vor allem „frischer“) Aspekt hinzugefügt wird. Henry deckt den Tisch, während Clare das Essen zubereitet, als Henry sich wieder einmal (ungewollt) in Luft auflöst und in irgendeiner Zeit seines Lebens landet. Clare sitzt darauf hin am Tisch, stochert in ihrem Essen rum und weiss, das Henry irgendwann wieder auftauchen wird, doch sie weiss nicht wann. In solchen Momenten zeigt der Film eine Liebe, die ständig auf die Probe gestellt wird, auch wenn sowohl Clare wie auch Henry wissen, dass sie eigentlich nur für ihre Liebe leben (wollen). Durch Clare’s Liebe fühlt sich Henry das erste Mal in seinem Leben sicher und „zuhause“. Clare geniesst es, endlich ihr Leben mit dem Mann zu verbringen, den sie eigentlich schon seit Ihrer Kindheit liebt – und trotzdem ist sie alleine. Alleine dieser Aspekt würde ausreichen, um daraus einen schönen, dramatischen Liebesfilm zu machen. Die Tatsache, dass die beiden versuchen, ein Kind zu bekommen, es aber ständig Komplikationen gibt, da das ungeborene Kind scheinbar Henry’s Gendeffekt vererbt bekommen hat und Henry’s baldiger Tod, den er durch seine Zeitreisen erkennt, geben dem Film noch zusätzlichen Schwung. Wie so manche Filme über Zeitreisen macht auch DIE FRAU DES ZEITREISENDEN ein paar Logikfehler, doch sollte man versuchen, diese auszublenden, denn letztendlich bleibt ein schöner, unterhaltsamer Liebesfilm mit dem nötigen Schuss Drama. In Zeiten, wo man ständig nur seichten 08/15 Liebes-Komödien begegnet, ist für mich DIE FRAU DES ZEITREISENDEN (übrigens eine Buchverfilmung) eine wohltuende Abwechslung und empfehlenswert für alle, die gerne träumen, lieben und weinen. (Ralph) -
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FINAL DESTINATION 4 (3D) (2010)

Regie: David R. Ellis
Drehbuch:
Eric Bress
Bobby Campo : Nick O’Bannon
Shantel VanSanten : Lori Milligan
Nick Zano : Hunt Wynorski
Haley Webb : Janet Cunningham

Wer sich einen Film wie FINAL DESTINATION 4 kauft/ausleiht, weiss mit ziemlicher Sicherheit, was ihn erwartet, denn ähnlich wie bei der SAW-Reihe, folgt der Film in den Grundzügen stets demselben Muster. Bei den FD (Final Destination)-Filmen geht es immer darum, das eine Gruppe junger Menschen durch eine Vorahnung einer Katastrophe entkommt, der Tod sich diese Menschen dann holen möchte, da sie entgegen der Bestimmung dem vorgegebenen (Todes)-Schicksal entkommen sind. Bei FINAL DESTINATION 4 (hier übrigens mit dem trendigen Zusatz „3D“) handelt es sich bei der Katastrophe um ein Autorennen, welches in einem Unfall- und Feuer-Inferno endet. Der Protagonist dieses mit ca. 65 Minuten sehr kurzen Films sieht in Gedanken das Unglück ein paar Minuten vorher kommen und verlässt daraufhin mit seinen Freunden den Ort der Katastrophe, bevor diese losbricht. An dieser Stelle kommt das erste Mal der 3D-Effekt so richtig zum Tragen, denn es sieht zugegebenermassen beeindruckend aus, wenn einem ein Autoreifen sprichwörtlich um die Ohren fliegt. Zudem fällt auf, das FD 4 (3D) nicht mit brutalen und ekligen Szenen geizt. Da werden Köpfe abgetrennt oder durchbohrt, Körper zermantscht und das Blut spritzt mehr als einmal als Fontäne durch die Gegend. Wie bei jedem Film der FD-Reihe wird versucht, den Tod auszutricksen – was jedoch meist nur scheinbar gelingt. So geht das Sterben frisch-fröhlich weiter. Trotz der Tatsache, das der Film nicht mal 1,5 Stunden dauert, habe ich mir schon vor Ablauf einer Stunde das Ende herbeigesehnt, denn wie oben erwähnt, gibt die Story einfach zuwenig her, um einen auch bei einem 4ten Teil dieser Reihe am TV zu halten. Hinzu kommt die unangenehme 3D-Brille, die zwar einige Effekte sehr gut vermittelt, anderseits nach einer Stunde nicht mehr wirklich angenehm wirkt – vielleicht auch ein Grund für die kurze Laufzeit des Films? Gäbe es die ersten 3 Teile nicht, so wäre FD 4 (3D) ein unterhaltsamer Streifen mit guten Effekten und Jungschauspielern, welche hier eine gute Figur abgeben (was man bei anderen Filmreihen, die einen Teil 2 überschreiten, längst nicht mehr behaupten kann). FINAL DESTINATION 4 (3D) hat ein einziges, jedoch massgebliches Problem: Nach Teil 1 und 2 hat man sich an der einfachen Story satt gesehen – und da die FD-Reihe ein Ausbrechen aus dem engen Story-Korsett verbietet, hat man das Gefühl, einen Film zu sehen, den man bereits ein paar Mal gesehen hat. FINAL DESTINATION 4 (3D) ist also qualitativ gute Kost, doch der Film gibt sich mit der vorhersehbaren Story schon nach wenigen Minuten selbst die Kugel. (Ralph) - Forum
 

G.I. JOE– Geheimauftrag Cobra (2009)

Drehbuch: Stephen Sommers
Regie: Stuart Beattie, David Elliot, Paul Lovett

Channing Tatum: Duke
Marlon Wayans: Ripcord
Dennis Quaid: General Hawk
Christopher Eccleston: James McCullen / Destro
Sienna Miller: The Baroness / Ana Lewis
Arnold Vosloo: Zartan
Brendan Fraser  Ausbilder

Zugegeben, es gibt heute kaum mehr eine Actionfigur, die noch in keinem Kinofilm gehuldigt wurde. Über die Qualität dieser Streifen lässt sich streiten und so bin ich heute vorsichtig, wenn ich die DVD einer solchen Neuverfilmung in Händen halte. So auch bei G.I. Joe– Geheimauftrag Cobra.
Schön ist es, wenn man dabei erkennt, dass manche Vorurteile schlicht unbegründet sind, denn dieser Film ist ein echtes Highlight mit einer geschickt verknüpften Story. Doch lies selbst: James Mc Cullen,
(Christopher Eccleston), ein erfolgreicher Waffenhändler, hat eine auf Nanotechnologie basierende Waffe entwickelt. Seine Firma MARS hat 4 dieser Sprengköpfe an die NATO verscherbelt und die US Army hat den Auftrag erhalten, diese fragile Sendung zu überbringen. Während des gesicherten Transports, werden Duke (Channing Tatum) und sein Freund Ripcord (Marlon Wayans) von der Baroness (Sienna Miller) angegriffen. Duke erkennt in ihr seine Ex-Freundin Ana Lewis wieder. Die beiden werden dabei von Scarlett, Snake Eyes und Heavy Duty gerettet und zusammen mit den gesicherten Sprengköpfen zur Hauptquartier der Global Integrated Joint Operating Entity (G.I. JOE) in Nordafrika gebracht. Dort treffen sie auf General Hawk, der G.I. Joe leitet. Duke ist wild entschlossen, zusammen mit seinem Freund Ripcord in die Organisation aufgenommen zu werden. Der General lässt dies jedoch nur zu, weil Duke die Baroness kennt und darin einen Vorteil sieht. Was niemand ahnt: die Baroness hat im Auftrag Mc Cullens gehandelt, denn dieser spielt falsch und will seine eigens entwickelten Sprengköpfe für seine eigenen Zwecke nutzen. Indes hat Mc Cullen aber noch
ganz andere Pläne. Mit Hilfe eines Doktors und der bereits bei den Raketen eingesetzten Nanotechnologie, bastelt er sich widerstandsfähige Soldaten zusammen, die den erneuten Versuch des Diebstahls der Sprengköpfe sichern sollen. Gut vorbereite, gelingt natürlich dieser 2. Versuch und die Sprengköpfe gelangen in die Hände des Bösen. Die Baroness stürmt damit das Labor Ihres ahnungslosen Ehegatten, der gezwungen wird, die Sprengköpfe scharf zu machen. Um die Welt auf sich aufmerksam zu machen, wird hierfür erst mal der Eifelturm damit gesprengt. Die Bösewichte werden dabei natürlich von den Joes verfolgt, welche den Angriff zwar nicht verhindern können, jedoch noch rechtzeitig den Stopp-Knopf drücken können, bevor mehr Schaden entsteht. Das Ziel Mc Cullens ist klar definiert: er will die Weltherschafft neu ordnen. So schafft er es auch, Zartan (Arnold Vosloo), den man aus „the Mumie“ kennt, ins Weisse Haus einzuschleusen. Eine echt spannende und actiongeladene Story, bei der es schade wäre, in diesem Review alle Einzelheiten auszuplaudern. Brendan Frasers Gastauftritt als Ausbilder der Joes ist zwar eher bescheiden, schmälert aber den Film in keinster Weise. Meine Empfehlung an euch darum; schnappt euch Popcorn und Cola, DVD in den Player schieben und dann rein ins filmische Spielzeugheldenvergnügen. Viel Spass dabei! (Nicole). - Forum
 

OPEN GRAVES (2009)

Regie: Álvaro de Armiñán
Drehbuch: Bruce A. Taylor,
Roderick Taylor
Eliza Dushku: Erica
Mike Vogel: Jason

Die Story ist schnell erzählt, denn Tiefgang ist in diesem Film nicht wirklich zu finden. Eine Gruppe junger Leute gerät an ein Brettspiel, welches vor ein paar Hundert Jahren aus den Knochen einer Hexe erstellt wurde. Natürlich handelt es sich um ein "magisches" Brettspiel, sonst gäbe es in diesem Film keine Toten :-) Bei diesem Spiel kann jeder verlieren - und jeder gewinnen. Wer gewinnt, dem wird ein Herzenswunsch erfüllt, doch für den/die Verlierer wartet der Tod. Natürlich spielen diese jungen Menschen dieses Spiel ohne das Wissen um die Folgen, bis die ersten, die beim Spiel ausgeschieden sind, ein grässlicher Tod erwartet. Jason und Erica, die noch nicht ausgeschieden sind, versuchen die anderen, die leider nicht soviel Glück hatten und noch am Leben sind, zu schützen. Hinzu kommt noch ein Polizist, der den magischen Inhalt des Spiels kennt und mit aller Macht versucht in Besitz des Brettspiels zu gelangen, da er vor Jahren seine Frau und sein Kind verloren hat und mithilfe des Brettspiels diese wieder ins Leben zurückholen möchte. Wie gesagt, die Story ist kurz und einfach gehalten, doch das ist bei vielen anderen Horror- und Gruselfilmen nicht anders. Die paar wenigen Spezialeffekte sind für einen Low-Budget-Streifen gut gemacht und die Schauspieler, allen voran Eliza Dushku (Wrong Turn 1) und Mike Vogel, geben sich Mühe, ihrer Figur eine gewisse Tiefe zu verleihen. Einzig der Polizist, der wie eine billige Kopie von Bruce Campell daher kommt, wirkt etwas störend und man hätte wohl gut daran getan, auf seinen Part ganz zu verzichten. Die Story ist eh schon seicht genug, da wäre das Fehlen des Polizisten-Parts auch nicht mehr weiter aufgefallen. OPEN GRAVES ist handwerklich absolut in Ordnung, kommt aber bei weitem nicht an "aktuelle", gute Horror-/Gruselstreifen wie Wrong Turn, The Hills Have Eyes oder (ganz aktuell) Drag Me To Hell heran. Andererseits handelt es sich aber auch nicht um eine Gurke wie z.B. Wrong Turn 2. OPEN GRAVES ist ein netter Gruselfilm, handwerklich absolut in Ordnung, man darf einfach nicht zuviel erwarten. Man merkt dem Film halt einfach das kleine Budget an. Wären bei der Realisation ein paar Millionen mehr zur Verfügung gestanden, hätten wir hier einen storytechnisch flachen, aber sicherlich fulminanten Horrorstreifen vor uns, doch die Realität sieht leider anders aus. Für Horrorfans, die nicht alle 3 Minuten eine Blutfontäne erwarten, ist OPEN GRAVES ein netter Snack für Zwischendurch. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. (Ralph) - Forum
 

MORD IST MEIN GESCHÄFT, LIEBLING (2009)

Regie: Sebastian Niemann
Drehbuch: Dirk Ahner, Sebastian Niemann
Rick Kavanian: Toni Ricardelli
Nora Tschirner: Julia Steffens
Janek Rieke: Bob Kimbel
Christian Tramitz: Helmut Münchinger
Ludger Pistor: Dr. Gruber
Günther Kaufmann: Salvatore Marino
Bud Spencer: Pepe
Franco Nero: Enrico Puzzo

Endlich war es soweit und ich konnte mir den neuen Rick Kavanian- Streifen endlich anschauen. Hiermit oute ich mich offiziell als alten Bully Parade-Fan und auch den Schuh des Manitu hab ich mir gefühlte 371-mal schon angesehen. Ok, Ouzo mag ich deswegen immer noch nicht, aber wenn sich schon mal Attraktivität mit Komik paart, sollte man sich das keinesfalls entgehen lassen.In diesem Film handelt es sich um den (ich weiss, ich wiederhole mich hier...) attraktiven Toni Ricardelli (Rick Kavanian), der zugegeben, eine nicht ganz alltägliche Berufswahl getroffen hat und als Auftragskiller, sein tägliches Brot verdient. Die Story ist einfach und schnell erzählt, lebt jedoch von den Verwicklungen, die sich daraus ergeben. Alles beginnt damit, dass der ehemalige Mafioso Enrico Puzzo (Franco Nero), ein Enthüllungsbuch schreibt, was natürlich prompt den Mafiaboss Salvatore Marino (Günther Kaufmann) auf den Plan ruft. Um Puzzo vor der Veröffentlichung des Buches aus dem Weg zu schaffen, engagiert dieser Toni Ricardelli, welcher sein Problem auf die endgültige Art lösen soll. Toni erledigt seinen Job prompt und zuverlässig. Er hat aber nicht mit der schönen Verlagsangestellten Julia Steffens (Nora Tschirner) gerechnet, welche von Ihrem Chef den Auftrag erhalten hat, Puzzo zu überreden, doch noch persönlich an die Öffentlichkeit zu treten, was dieser bisher verweigerte. Puzzo ist nun mal tot, also gibt sich Toni kurzerhand als diesen aus, um das Herz von Julia zu gewinnen. Da sein Talent nun mal eher nicht im Schreiben liegt, übergibt er diesen Part an seinen Freund Pepe (Bud Spencer), der das Buch von Puzzo zu Ende bringen soll. Da Salvatore Marino seinerseits noch im Glauben ist, dass Puzzo immer noch unter den Lebenden weilt, setzt er nun ein ganzes Killerheer auf den Autoren an. Unter diesen Söldnern ist auch Tonis alter Freund Helmut Münchinger (Christian Tramitz). Mit seinem Identitätswechsel hat Toni sich somit ganz schön in die Nesseln gesetzt, denn guter Rat ist nun teuer. Soll er seine Maskerade weiterhin aufrecht erhalten und Gefahr laufen, wie das Original zu sterben oder soll er sich outen und seiner Angebeteten beichten, womit er sein Geld verdient...? Doch lange muss er nicht überlegen, denn Julia kommt selbst der Wahrheit auf die Schliche und verlässt den Unmoralischen auf der Stelle. Und dann macht Julia das, was ich auch machen würde, wenn ich gerade erfahren hätte, dass mein Liebhaber ein Auftragskiller ist: sie gibt sich erst mal ordentlich die Kante. Nun sieht auch Julias Verlobter Bob Kimbel (Janek Rieke) wieder seine Chance, zurück ins Rennen zu gelangen und beschliesst kurzerhand, Julia sturzbesoffen wie sie ist, zu ehelichen und sie somit endgültig und für immer an sich zu binden. Zugegeben, diese Vorstellung mag leicht irritierend wirken, denn ich persönlich kenne keinen Mann der eine betrunkene Frau freiwillig in seiner Nähe haben will, geschweige denn, diese in diesem Zustand ehelichen würde J. Und es kommt, wie es kommen muss, in der Kirche, wartet bereits schon Salvatore Marino samt Gefolge, um sogleich Julia, Bob Kimbel, Kimbels Psychologen Dr. Gruber (Ludger Pistor), sowie Kimbels Sekretärin Lisa als Geisel zu nehmen, um so an das Manuskript Puzzo’s zu gelangen. Natürlich erscheint just in dieser verzwickten Situation Toni und befreit die Geiseln. Nach einem mehr oder minder heftigen Kampf ums Überleben, gestehen sich sowohl Julia und Toni, als auch Bob und seine Assistentin Lisa ihre Liebe. Wem das noch nicht kitschig genug war, der muss erst noch den Schluss der Story erleben: die Doppelhochzeit der vier frisch Verliebten. Mein persönliches Fazit für diesen Streife: eine herrliche Komödie mit durchaus ansehnlicher Besetzung, eine klassische Verwicklungsgeschichte, wie sie wohl wirklich nur das Leben schreiben kann (jedenfalls in Mafiakreisen) und ein echt kitschiges Ende das keine Wünsche mehr offen lässt. Ich freue mich bereits auf den nächsten Streich von Rick Kavanian. Darauf ein Glas Ouzo. Prost! (Nicole) Forum
 

APPALOOSA (2008)

Regie: Ed Harris
Drehbuch:
Ed Harris, Robert Knott,
Ed Harris: Virgil Cole
Viggo Mortensen: Everett Hitch
Jeremy Irons: Randall Bragg
Renée Zellweger: Allison French

Endlich kommt mit Appaloosa wieder mal ein Western der besonderen Art ins Haus geflattert. Gespannt auf den Inhalt und voller Vorfreude, was der Film zu bieten hat, landet dieser auch schon im Player. Appaloosa, das klingt nach einer gottverlassenen Westernstadt. Ich kann schon fast hören, wie Revolverkugeln die Luft zerreissen und beim Wohlklang dieses Wortes, kann ich auch das verbrannte Schwarzpulver schon beinahe riechen. Um mich mal kurz aus meinem Tagtraum herauszuholen: Appaloosa ist eigentlich eine Pferderasse, die vom spanischen Pferd abstammt und im 18. Jahrhundert ihren Weg nach Amerika fand. Es sind vor allem Sport und Westernpferden. Beim Stichwort „Westernpferd“ ist dann auch gleich wieder die Überleitung zum Film geschafft, welcher natürlich, wie jeder anständige Western, auch das eine oder andere Pferd über die Leinwand galoppieren lässt. Doch nun zu Story, welche von Virgil Cole (Ed Harris) und Everett Hitch (Viggo Mortensen) handelt, welche gemeinsam durch die Lande ziehen und mit oder ohne Unterstützung des Gesetztes, für Recht und Ordnung sorgen. Diesmal landen die beiden im besagten Appaloosa, wo sie von den verzweifelten Oberhäuptern der Stadt engagiert werden. Das Dorf wird schon lange von Randall Bragg (Jeremy Irons) terrorisiert. Er tarnt sich als rechtschaffender Farmer, hat aber bereits schon 3 Marshalls umlegen lassen, ohne dass man ihm dies beweisen konnte. Natürlich darf auch in diesem Film der amouröse Part nicht fehlen. Die Verführung hat einen Namen: Allison French (Renée Zellweger). Ich kann mir ein Schmunzeln nicht verkneifen, denn jedes mal, wenn ich Renée in einem neuen Streifen sehe, läuft in meinem inneren Auge sofort wieder „Bridget Jones“ ab. Seither kann ich mir die Gute leider kaum mehr in einer anderen Rolle vorstellen... Wie soll es auch anders sein, eins trifft zum anderen und Virgil verliebt sich in Allison. Nach Jahren der Wanderschaft (oder sollte ich es hier besser Reiterschaft nennen?), soll er nun sesshaft werden. Allison plant bereits schon den Hausbau und sucht die passenden Vorhänge für das neue Heim aus, während Marshall Virgil Cole und sein Debuty Everett Hitch immer noch Jagd auf den ungesetzlichen Randall Bragg machen. Und als ob es nicht schon turbulent genug wäre, tauchen nun in der Stadt auch noch die Shelton-Brüder auf, die ihren Namen als Revolverhelden nicht zu unrecht tragen. Nachdem bisher alle Versuche der Überführung Bragg’s schief gelaufen sind, meldet sich nun überraschend ein Zeuge, welcher den letzten von Randall begangenen Mord, als Zeuge miterlebt hat. Er kommt in Schutzhaft und Randall Bragg kann endlich verhaftet werden. Beim Prozess macht der Richter keine langen Faxen und verurteilt Randall Bragg zum Tode, empfiehlt dem jungen Zeugen jedoch, sich sofort auf sein Pferd zu setzen und um sein Leben zu reiten, was dieser auch macht. Nach dem Urteilsspruch, wird der Gefangene mit der Eisenbahn zur Hinrichtung gefahren. Beim Zwischenhalt an einem Wasserturm, erscheinen jedoch ganz unerwartet, die Shelton-Brüder, welche Allison als Geisel festhalten. Sie soll im Austausch gegen Bragg freigelassen werden. Als Vigil Bragg gehen lässt, reiten die Gauner jedoch mit Allison davon. Zu zweit nehmen Virgil und Everett die Verfolgung auf. Als sie das Quartett in der Prärie ausfindig machen, muss Virgil jedoch feststellen, dass es Allison in der Hand ihrer Entführer gar nicht so schlecht geht, befindet sie sich doch gemeinsam mit Shelton im Fluss beim Nacktbaden. Als die Entführer dann von Indianern überfallen werden, nutzen die beiden Filmhelden die Gunst der Stunde und beschliessen gemeinsam mit den Entführern einen Waffenstillstand. Das gemeinsame Ziel ist nun ein nahe gelegenes mexikanisches Städtchen, in der Randall Bragg dem hiesigen Sheriff übergeben wird. Ein Fehler, wie sich herausstellt, ist der besagte Sheriff doch ein Cousin der Sheltons. Es kommt zu einem Duell, bei dem Virgil verletzte wird und Randall als einzigem die Flucht gelingt. Virgil und Everett kehren nach Appaloosa zurück, wo sie erfahren, dass Randall inzwischen vom US-Präsidenten Chester A. Arthur begnadigt wurde. Bragg nutzt die neu gewonnene Freiheit und fungiert nun als Geschäftsmann und Saloonbesitzer in Appaloosa. Er engagiert Allison als Klavierspielerin in seinem neuen Saloon und wäre dies nicht schon genug, betrügt diese Virgil nun auch noch mit dem begnadigten Schurken. Es kommt, wie es kommen muss, ein feuriger Showdown, bei dem Vigil Randall in seinem eigenen Schober mit einem gezielten Revolverschuss hinrichtet. Appaloosa wird fortan ohne Virgil auskommen müssen, denn dieser reitet nun wieder dem Sonnenuntergang entgegen.Mein persönliches Fazit zu diesem wirklich besonderen Film: Appaloosa entspricht nicht ganz dem klassischen Western, wie wir ihn aus den guten alten Tagen kennen. Er hat Feingefühl und auch eine hauchzarte Komik zu bieten, welche gekonnt von Ed Harris und Viggo Mortensen umgesetzt wird. Dieser Streifen ist auch für Nicht-Liebhaber dieses Genres durchaus einen Versuch wert. Viel Spass dabei! (Nicole)
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INSIDE HOLLYWOOD (2009)

Regie: Barry Levinson
Drehbuch:
Art Linson
Robert De Niro - Ben
Stanley Tucci - Scott Solomon
Bruce Willis - Bruce Willis
John Turturro - Dick Bell
Kristen Stewart - Zoe

Eigentlich dreht sich während der 90 Minuten von „Inside Hollywood“ alles nur um 2 Fragen: Schafft es der Filmproduzent Ben (Robert De Niro), einen exzentrischen Film-Regisseur dazu zu bringen, eine Szene, in der ein Hund mittels Kopfschuss hingestreckt wird, umzuschreiben – und schafft er es, Bruce Willis’ Agenten Dick (John Turturro) dazu zu bringen, das sein Star, Bruce Willis, sich für einen neuen Film seinen struppigen Bart abrasiert. „Inside Hollywood“ präsentiert uns den Filmproduzenten Ben und ermöglicht uns einen Einblick in sein Leben. Ben versucht einen Film zu retten, der aufgrund schlechter Test-Screenings dem Untergang geweiht ist, schlägt sich mit Bruce Willis’ Bart rum, hängt immer noch an seiner Frau, obwohl die beiden schon seit 2 Jahren getrennt leben – findet zudem raus, das seine Ex ausgerechnet mit Bruce Willis’ Agent ein Verhältnis hat, hängt nonstop am Telefon und löscht dort das Feuer, wo es gerade am höchsten lodert – kurz und knapp: Der Film zeigt uns ein abgefucktes Bild Hollywoods. Nichtigkeiten werden aufgebauscht und bestimmen den Tagesablauf – und leider bestimmen immer dieselben Nichtigkeiten jeden neuen, weiteren Tag. So ertappt man sich schnell mal, das man sich eigentlich eine spannende Story wünscht, vielleicht mal etwas Action oder ein paar tiefsinnige Dialoge. Leider Fehlanzeige. Der Film wirkt durch und durch oberflächlich, was wohl auch an der vielzitierten Oberflächlichkeit der Filmindustrie Hollywoods liegt. Auch das who-is-who der Darsteller rettet hier nicht mehr viel. Bruce Willis (der sich selbst spielt) hat nur zwei Auftritte – zuwenig, um seiner Figur wirklich Tiefe verleihen zu können, Sean Penn spielt lediglich im Film des Film und Robert De Niro und John Turturro wirken leicht kauzig und voller Marotten (was zu Beginn noch amüsant erscheint, im Verlaufe des Films jedoch immer mehr langweilt). Leider sind auch sie nicht in der Lage, eine Bindung zwischen Zuschauer und Film herzustellen. Für Menschen, die in irgendeiner Form mit der Filmbranche zu tun haben, mag dieser Film amüsant, unterhaltend, ja, vielleicht sogar witzig sein. Für alle anderen fehlt es bei „Inside Hollywood“ an Tiefe und einer wirklich mitreissenden Handlung. Als Fazit kann gerne der erste Satz dieses Reviews herhalten. Und für so was opfere ich persönlich nur ungern 90 Minuten. Schade eigentlich, besonders im Bezug auf die tollen Schauspieler, die für diesen Film verpflichtet werden konnten. (Ralph)  Forum

 

DIE REISE ZUM MITTELPUNKT DER ERDE 3D (2009)

Regie und Drehbuch: Eric Brevig
Brendan Fraser: Prof. Trevor Anderson
Josh Hutcherson: Sean Anderson
Anita Briem: Hannah Ásgeirsson

In den frühen Fünfzigern des letzten Jahrhunderts, fanden immer weniger Besucher den Weg in die Kinos, denn immer mehr Menschen hatten einen eigenen Fernseher zu Hause. Die damaligen Filmproduzenten mussten sich also etwas einfallen lassen, um die Kinos wieder voll zu bekommen: der 3D-Film wurde geboren.Es scheint, als ob die Filmindustrie derzeit wieder vor einem Zuschauertief steht, wieso ist sonst zu erklären, dass derzeit Hinz und Kunz der Filmindustrie jeden möglichen und unmöglichen Film in 3D auf den Markt bringen... Wie dem auch sei, diese Tatsache tut dem gelungenen Inhalt von DIE REISE ZUM MITTELPUNKT DER ERDE keinen Abbruch. Die Story ist einfach aber wirkungsvoll. TREVOR ANDERSON (Brendan Fraser, Bedazzles, the Mummy) ist ein Bostoner Vulkanologe, dessen Bruder Max vor 10 Jahren verschollen ist. Trevor will nun einige Tage mit Max‘ Sohn Sean verbringen. Sean hat seinen Vater leider nie richtig kennengelernt, deswegen schauen sich Onkel und Neffe gemeinsam ein Kästchen mit alten Gegenständen von Seans Vater an. Darunter befindet sich auch Jule Vernes Klassiker „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“. Das Buch ist voller Notizen, mit deren Hilfe Trevor in seinem Labor herausfindet, wo er nach Max suchen muss: die Reise geht nach Island! Er nimmt kurzerhand seinen Neffen mit auf diese abenteuerliche Suche. In Island wollen sie einen Bekannten von Max, Sigurbjörn Ásgeirsson, der wie er ein Verneianer (also ein Anhänger Vernes) ist, aufsuchen. Von Ásgeirsson‘ Tochter Hannah erfahren sie, dass ihr Vater bereit verstorben ist und ihnen nicht bei ihrer Suche helfen kann. Da sie jedoch selbst eine erfahrene Bergführerin ist, begleitet sie die beiden auf der Suche nach Max. Alsbald geraten die drei durch widrige Umstände zum Mittelpunkt der Erde. Die Szenerie ist wirklich atemberaubend, die Kulisse gigantisch und irgendwie fühl ich mich plötzlich wie ein kleines Mädchen, dass staunend und mit offenem Mund die Umgebung betrachtet. Disney hätt es nicht schöner hinbekommen. Trevor, Sean und Hannah erleben natürlich, ganz im Sinne des Originals, viele Abenteuer. Sie stossen auf die Spuren von früheren Besuchern, darunter auch die von Trevor’s Bruder. Die ganze Reise im Herzen unserer Mutter Erde, besteht aus fast endlos vielen spannenden Momenten, die auch ab und an mal mit einem herzhaften Lacher enden. Die Begegnung mit T-Rex darf hier natürlich keinesfalls fehlen und auch die Überquerung eines Abgrunds mittels magnetischer Felsbrocken ist echt tricky. Die ganz nebenbei entstehende Lovestory darf natürlich auch nicht fehlen. Wer sich nun fragt, wie die 3 denn nun wieder an die Erdoberfläche kommen, dem sei folgendes verraten: man nehme einen Geysir, einen Dinoschädel und auf geht’s zum fröhlichen Höllenritt. Ich hätte mir zwar ein anderes Ende für den Film gewünscht (ich steh nun mal auf das perfekte Happyend…), doch hat es sich wirklich mal wieder gelohnt, sich einen Fraser-Film zu Gemüte zu führen. Der Blick durch die 3D-Brille ist zwar kurzfristig amüsant, schlussendlich ist dann die Brille aber doch in der Ecke gelandet… Auch ohne 3D-Brille absolut empfehlenswert- mit dem Ding auf der Nase sieht man sowieso nur bescheuert aus ;-) (Nicole) Forum

 

ROCK’N’ROLLA (2009)

Regie und Drehbuch: GUY RITCHIE
WARNER BROS.
Gerard Butler: OneTwo
Tom Wilkinson:Lenny Cole
Thandie Newton: Stella
Mark Strong: Archy
Toby Kebbell: Johnny Quid

Es mag manchem einfach erscheinen, einen simplen Film, den man gesehen hat, in einigen prägnanten Sätzen zusammen zu fassen. Das mag bei vielen Filmen auch durchaus einfach sein… Glücklicherweise existieren aber noch Filmemacher, welche die grauen Hirnzellen nicht mit gekonnt inszenierter Langeweile betäuben, sondern bei denen Mitdenken nicht nur erwünscht, sondern auch gefragt ist. So getan von GUY RITCHIE (Snatch, Bube, Dame, König, grAs), der sich zur Abwechslung nicht durch seine geglückte Trennung von Madonna ins Rampenlicht stellt, sondern durch die wirklich gelungene Action-Komödie ROCK N ROLLA. Doch worum geht’s denn nun wirklich: Die Story wird von Archy erzählt, der rechten Hand von Lenny Cole, der nicht nur dick im Londoner  Baugewerbe ist, sondern auch London‘s Unterwelt fest im Griff hat. Es scheint, als ob neben dieser Tatsache noch viele kleine Geschichten erzählt werden. So zum Beispiel jene vom Gauner OneTwo und seinen Kameraden, die von einer sehr attraktiven, aber nicht minder dubiosen Buchhalterin, für den Diebstahl von 7 Mio Pfund angeheuert werden. Oder das traurige Leben von Johnny Quid, einem cracksüchtigen Möchtegern-Rockstar, der seinen Tod inszeniert, um postmortem die Verkaufszahlen seiner Platten in die Höhe zu treiben. Und dann ist da natürlich noch dieser geheimnisvolle Spitzel, der in der Gilde der Kriminellen immer mal wieder für Unstimmigkeiten in den eigenen verbrecherischen Reihen sorgt. Wer anfangs über die schnellen Szenenwechsel und die vielen Stories verwirrt ist, dem wird im 2. Drittel eine kurze Denkpause gegönnt. Denn auch wenn der Film wirklich gekonnt gemacht ist, so lässt sich diese Durststrecke leider nicht verschweigen. Nach dieser kleinen Talsohle wird aber jeder Zuschauer rasch wieder gefesselt, denn nach und nach zeigt sich, dass alles und jeder irgendwie mit dem anderen verbandelt ist. Und wer meint, bereits 20 Minuten vor Schluss das Ende voraussage zu können, den muss ich enttäuschen. Es gibt auf jeden Fall ein gekonntes Finale, bei dem erst in letzter Minute verraten wird, wer denn nun das miese Schwein ist, der mit fiesem Gaunerverrat, der Londoner Unterwelt in den letzten Jahren immer mal wieder in die Suppe gespuckt hat. Also Leute, ab in die nächste DVD-o-thek und zieht euch diesen Film rein. Es lohnt sich! (Nicole) Forum

 

MY NAME IS BRUCE (2009)
Bruce Campbell erreichte mit Sam Raimis "Tanz der Teufel"-Reihe Kult-Status - doch der Weltruhm blieb ihm leider verwehrt. Was folgte, waren ein paar ziemlich trashige Streifen (der gelungene Bubba Ho-Tep mal ausgenommen), was ihn aber bei seiner Fangemeinde nur noch beliebter machte. "My Name is Bruce" könnte man nun als eine Art Geschenk an seine Fans betrachten, denn Bruce Campbell spielt sich hier selbst. Als er gerade für einen weiteren Trash-Schinken vor der Kamera steht, wird er von seinem Fan Jeff in sein kleines Dorf Gold Lick entführt, da Jeff mit ein paar Kumpels in einer längst stillgelegten Mine den chinesischen Dämon Guan-di erweckte und dieser nun mordend und schlachtend durch Gold Lick zieht. Für Jeff ist klar, hier kann nur DER Bruce helfen. Der arrogante und selbst-herrliche Bruce Campbell vermutet hinter der Entführung und der Dämonen-Story eine witzige Geburtstags-Überraschung seines Agenten und zieht amüsiert mit den verängstigten Dorfbewohnern in die Schlacht - bis Bruce merkt, das es sich hier um einen echten Dämon handelt. Wer Bruce Campbell kennt und mag, wird den Film lieben. "My Name is Bruce" wandelt ständig zwischen Trash und Ironie und strauchelt auch hie und da einen Schritt zu weit auf beide Seiten. Nicht jeder Gag zündet, teilweise wird ein Lacher auch mit billigsten Mitteln erzwungen - dies dann jedoch nicht immer erfolgreich. Der Film ist zudem vollgestopft mit Zitaten und Verweisen auf Campbells Filmographie, sodass Film-Fans, welche Bruce nicht kennen, leichte Schwierigkeiten haben dürften.  Dies tut dem Spass jedoch keinen Abbruch. Die Nebendarsteller sind nebensächlich - hier regiert Bruce Campbell! Dies ist einer dieser Filme, die irgendwie grottig sind, doch andererseits findet man sie cool - und man ist letztendlich doch ein bisschen stolz, den Streifen gesehen zu haben :-) (Ralph)
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JUMPER (2008)
Frühstück im Planet Hollywood in NY, danach etwas schwimmen gehen auf Haiti, anschliessend kurz beim Sweden Rock Festival vorbeischauen, bevor man sich Abends noch einen Drink im Rainbow in L.A. genehmigt? Für uns ein Traum, der leider an der Distanz (und natürlich dem Geld) scheitert. Für David Rice (Hayden Christensen) wäre dies kein Problem, denn er ist ein Jumper. Uebersetzt heisst das „Springer“ und bedeutet in diesem rasanten Action-Film, in Sekundenbruchteilen von einem Ort zum anderen zu „springen“ – egal wie weit die Distanz ist. Bei einem Unfall in seiner Jugend erkennt David Rice dieses äusserst seltene Talent und macht dann, was wohl viele von uns auch tun würden. Er raubt eine Bank aus (na ja, später werden es noch mehr) und geniesst sein Leben in vollen Zügen. Leider hat er die Rechnung ohne Roland (Samuel L. Jackson; diesmal in einer fiesen Rolle) gemacht, der zu den sogenannten „Paladinen“ gehört, welche sich zum Ziel gesetzt haben, die Jumper zu eliminieren, denn schliesslich ist es nicht erlaubt „einfach alles machen zu können, was man gerade will“. Gut, die Story ist sehr oberflächlich, denn neben etwas Love-Story und Drama geht es hier in erster Linie um die Jagd von Roland nach David Rice. Doch wie diese in Szene gesetzt wurde – DAS zieht Euch die Socken aus! Doug Liman (Regie) hat bereits bei „Mr. & Mrs. Smith“ und „Die Bourne Identität“ Regie geführt und das merkt man JUMPER an. Rasante Aktion ohne Ende und fanstatische (und vor allem extrem abwechslungsreiche) Locations machen die etwas seichte Story schnell vergessen und am Ende des Films sitzt man mit einem kleinen Aktion-Flash erschöpft im heimischen Sessel. Das letzte Mal, als ich einen Aktion-Flash hatte, war beim Showdown von DIE HARD 4, doch JUMPER bietet noch eine ganze Ecke mehr davon! Ein Film der einfach nur Spass macht! (Ralph)
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JOHN RAMBO (2008)
Der Kriegsveteran John Rambo hat sich in den Norden Thailands zurückgezogen, um dort ein einigermassen ruhiges Leben zu geniessen. Seine kämpferischen Aktivitäten gehören längst der Vergangenheit an. Seinen Lebensunterhalt bestreitet er, in dem er als Skipper arbeitet und Giftschlangen verkauft - verbringt seinen Alltag mit Angeln und haust im Dschungel des Berglandes. Den Bürgerkrieg, der seit mehr als 60 Jahren nahe der Grenze zu Thailand in Burma stattfindet, registriert John zwar – mehr aber auch nicht. Die Lage ändert sich natürlich, als Missionare den Seefahrer mit der Bitte konfrontieren, sie auf dem Wasserweg ins Krisengebiet zu bringen, damit die einheimischen Kranken mit Medikamenten versorgt werden können. Rambo lässt sich überreden und bringt sie mit seinem Boot über die Grenze zum vereinbarten Ort. Zehn Tage später erfährt der pensionierte Held von einen Pastor dass die Grenzübergänger noch immer nicht zurückgekehrt sind. Eine Söldnertruppe wird erstellt um die Verschollenen zu retten. John Rambo, ist sich bewusst dass die Männer ohne ihn auf verlorenen Posten stehen und schliesst sich dem gefährlichen Abenteuer an. Soviel zum Inhalt des Filmes, welcher bezüglich der Handlung natürlich sehr simple gestrickt wurde. Wer schon einmal einen Rambo-Film gesehen hat, wird wissen, das John Rambo mit dem Söldnertrupp die Missionare befreien wird, das Ganze in einem blutigen Showdown seinen Höhepunkt finden wird und man am Ende ein Happy End erlebt, welches einen sehr faden Beigeschmack hat. Der Bodycount erreicht übrigens hier ungeahnte Höhen. Ich weiss nicht, wann ich das letzte Mal in einem Film derart viele Tötungen erleben musste. Natürlich steckt einiges an Geld im vorliegenden Film, daher sehen wir nun explodierende Körper, herumfliegende Körperteile, herausquellendes Gedärme und Explosionen so realistisch wie in noch keinem Rambo-Film zuvor. Dies ist auch meine einzige Kritik an diesem Film. Das die Story simpel ist, sind wir uns von Rambo gewohnt (alles andere würde uns wohl erschrecken), das die Figur des John Rambo eher wortkarg agiert, wissen wir auch längst. Dass der Streifen vorhersehbar ist, ist eine bekannte Tatsache. Doch warum muss man Gewalt derart realistisch und in unglaublichen Massen „zelebrieren“? Wer einen schwachen Magen oder moralische Bedenken hat, soll einen weiten Bogen um JOHN RAMBO machen, wer damit jedoch kein Problem hat, kriegt hier gewohnte, gute Aktion-Kost, die zumindest ab der Hälfte zu keiner Minute langweilig ist. (Ralph)
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I AM LEGEND (2008)
Eine düstere Zukunftsvision: New York City im jahr 2012. Ein von Menschenhand entwickelter Virus hat nicht nur New York City befallen, die Epidemie hat sich über den gesamten Erdball ausgebreitet. Robert Neville (Will Smith) ist Wissenschafter und als vermeintlich einziger Mensch gegen den Virus immun und beherrscht als einsamer Überlebender die Straßen von Manhattan oder besser gesagt, das, was davon noch übrig geblieben ist: Ruinen, Autowracks, von Unkraut überwucherte Wege und Strassen. Immer an seiner Seite ist sein treuer Hand Sam. Mit ihm kämpft Neville gegen die Mutanten und kämpft ebenso Tag für Tag um sein Überleben. Die Hoffnung, auf weitere „Überlebende“ zu stossen, hat er aufgegeben, auch wenn er jeden Tag um dieselbe Zeit einen Funkspruch sendet, damit das Nichts da draussen vielleicht hört, dass da doch noch jemand ist. Tagsüber streift er durch die zerstörte Stadt, sucht sich Essen oder spielt Golf auf den Ruinen – und nachts jagt er infizierte, die sich nur in der Dunkelheit blicken lassen. Diese schleppt er dann in sein Labor, wo er an einem Antivirus arbeitet – in der Hoffnung, die infizierten, die eher wie Mutanten aussehen (und zudem sehr stark, aggressiv und schnell sind), wieder in normale Menschen „verwandeln“ zu können. Soviel zur Ausgangslage. Was genau dann in diesem Film passiert, ob Neville einen Antivirus entwickeln kann etc. wird hier nicht verraten. Es sei nur kurz erwähnt, dass I AM LEGEND nicht mehr viel mit dem Klassiker (Buch) von anno dazumal zu tun hat. Doch wen dies nicht stört, bekommt eine Geschichte mit einer beklemmenden Atmosphäre, einem Will Smith, der die Rolle des Robert Neville tadellos verkörpert und einen Menschen zeigt, der zwischen Wahn, Hoffnung und Furcht lebt. Wie es sich für einen US-Blockbuster gehört, wurde hier nicht mit Effekten gegeizt. Besonders die Mutanten kommen so richtig schön unheimlich rüber. Einzig der Schluss wirkt seltsam, denn er kommt plötzlich und ohne grossen Showdown… und als Zuschauer sitzt man da und denkt sich: „Oh.. war’s das jetzt“? Man hat das Gefühl, man hätte von einem 4 Stunden-Streifen erst 3 Stunden gesehen. Doch letztendlich ist I AM LEGEND gute Unterhaltung, mit der man definitiv nix falsch machen kann. (Ralph) Forum

 

28 WEEKS LATER (2008)
Sechs Monate sind vergangen, seitdem der Wut-Virus Besitz von Großbritannien ergriffen hat (Teil eins: „28 Days Later“). Nachdem alle Infizierten tot zu sein scheinen, versucht die US-Armee, das Land aus einer Sicherheitszone in London heraus neu zu bevölkern. Dort arbeitet Don Harris als Hausmeister, der die eigene Frau den Infizierten überlassen hatte, um seine Haut zu retten. Als seine Kinder aus Spanien eingeflogen werden, nehmen seine Schuldgefühle weiter zu. Die Lage eskaliert, als seine Frau lebendig entdeckt wird, obwohl sie den Virus in sich trägt. Es kommt, wie es kommen muss: Das Virus bricht wieder aus – inmitten der abgesicherten Zone Londons. Das Militär versucht die Lage in den Griff zu kriegen. Scharfschützen postieren sich auf Häusern und knallen die infizierten inmitten der panisch umher irrenden Menschenmassen ab. Als die Lage auch so immer mehr aus den Fugen gerät, wird auf alles geschossen, was sich bewegt, egal ob infiziert oder nicht. Gerade in diesen Momenten entwickelt der Film eine Stimmung, die verstörender ist als jede „Zombie-Attacke“ des Films. Mehr soll hier nicht verraten werden. 28 Weeks Later ist von der Kameraführung ähnlich aufgebaut wie der erste Teil, die Schnitte sind schnell, die Zombies rennen so schnell wie noch nie (lange vorbei die Zeiten, wo Zombies noch behäbig rumgeschlurft sind) und doch wirkt das Thema „Zombies“ so langsam etwas ausgelutscht. 28 Weeks Later zählt sicherlich noch zu den besseren Zombie-Filmen, doch einen dritten Teil braucht es meiner Meinung nicht mehr. (Ralph) Forum

 

30 DAYS OF NIGHT (2008)
Eine verschneite Kleinstadt in Alaska, jenseits des Polarkreises, in der während der Winterzeit für jeweils 30 Tage absolute Dunkelheit herrscht. Wer hier nun automatisch an den idealen Futterplatz für Vampire denkt, liegt goldrichtig, denn genau solche tauchen pünktlich zu diesen 30 Tagen Dunkelheit im kleinen, vereisten Nest auf. Was folgt, dürfte klar sein… die Vampire dezimieren nach und nach die noch anwesende Bevölkerung und die Überlebenden kämpfen mit allen Mitteln um ihr überleben. Optisch weiss der Film durchaus zu gefallen. Die einsame Gegend, die Kälte, die Dunkelheit… dies erschafft eine spannungsgeladene Atmosphäre. Auch mag der Film neue Impulse dem Vampir-Genre zu geben. So gibt es eine Szene, wo sich die Protagonisten in einem Haus verschanzen, um sich vor den Vampiren zu verstecken. Die Vampire greifen sich eine Frau und schicken sie, nach Hilfe rufend, die Strasse entlang, um so unsere Hauptdarsteller aus ihrem Versteck zu locken, während sich die Blutsauger abwartend auf den Hausdächern umher treiben und die Szene beobachten, um im richtigen Moment zuschlagen zu können. Sicherlich eine der eindrucksvollsten Szenen des Films. Womit ich jedoch so meine Probleme hatte, waren die Vampire an sich. Einerseits stilvoll gekleidet, als kämen sie von einem Business-Meeting, andererseits sprechen die Knoblauch-Hasser eine fremde Sprache, die man eher bei Ausserirdischen vermutet. So hat man letztendlich das Gefühl, man hat es hier mit ausserirdischen, gut gekleideten, brutalen Vampiren zu tun. Eine Vorstellung, mit der so mancher seine liebe Mühe haben dürfte. Trotzdem weiss der Film im Grossen und Ganzen zu gefallen. Nette Unterhaltung für Vampir-Liebhaber, die auch mit genrefremden Stilmitteln was anfangen können. Interessanter, qualitativ guter Horror-Vampir-Film, andererseits aber auch kein Film, über den man nach einem Monat noch gross nachdenkt. Nicht mehr und nicht weniger. (Ralph) Forum

 

THE HITCHER (2007)
Vor 20 Jahren stand Rutger Hauer am Strassenrand und hob den Daumen. Das Pärchen, welches damals den Anhalter mitnahm, erlebte die schrecklichsten Momente ihres noch jungen Lebens. Heute, 20 Jahre später, steht Sean Bean am Strassenrand und wird vom jungen Pärchen Jim und Grace mitgenommen, welches auf dem Weg zum alljährlichen Springbreak ist. Sie geraten in die Gewalt des Psychopathen, doch ihnen gelingt die Flucht. Was nun folgt, ist ein morbides Spiel, welches der Anhalter John Ryder mit ihnen spielt. Mehr wird an dieser Stelle nicht verraten, denn wer das Original von 1986 nicht kennt, der sollte nun wenn möglich ohne grosse Kenntnis der Story das Remake geniessen. Auch wenn die Figuren Jim und Grace nicht wirklich eine Tiefe aufweisen und der Polizei-Captain mit Neal McDonough etwas unglücklich besetzt wurde, so bietet der Film mit seiner gekonnten Kamera-Führung, dem rasanten Tempo und einigen beachtlichen Splatter-Szenen 83 Filmminuten, in denen man sehr gut unterhalten wird. Beim Original trug Rutger Hauer mit seiner Leinwand füllenden Präsenz zum Erfolg des Filmes bei, beim Remake ist es nun Sean Bean, welcher die Rolle des Psychopathen hervorragend rüberbringt. Man ist bis zum Schluss nicht in der Lage, diesen Mann auch nur ansatzweise einzuschätzen. THE HITCHER ist ein modernes, optisch ansprechendes Remake mit den Genretypischen Standards, das jedoch trotz allem genügend Überraschungen bietet. 
(Ralph) Forum

 

APOCALYPTO (2007)
Ein Film von Mel Gibson über die Geschichte der Maya-Kultur im 15. Jahrhundert, die zum damaligen Zeitpunkt kurz vor dem Niedergang stand, schien sehr interessant. Schliesslich war schon sein Werk „The Passion of Christ“ sehr speziell und ambitioniert, von daher konnte APOCALYPTO ja nicht schlecht sein. Fing auch alles gut an – und die Tatsache, das im Film die Sprache „Maya“ gesprochen wird, war ja an sich keine schlechte Idee – schliesslich hat der Film ja deutsche Untertitel zu bieten. Tja, so dachte ich zumindest zuerst. Doch leider ist es bei diesem durchaus gelungenen Werk so, das gefühlte 80% aller Untertitel nur für einen kleinen Bruchteil einer Sekunde eingeblendet werden. Zum Glück ist die Handlung selbsterklärend und man kann der Geschichte auch folgen, wenn man gar nicht auf die Untertitel achtet, aber trotzdem: Sowas darf nicht passieren! Besonders wenn ich bei einem spannenden Dialog den ersten Satz mitbekomme, mir den Rest aber dann abschminken kann und nur vermuten darf, um was es in diesem Gespräch geht. Die Geschichte handelt also von einem Maya-Stamm, welcher von einem anderen Stamm angegriffen und versklavt wird. Die Frauen werden verkauft, die Männer einem Gott geopfert. Doch das Schicksal will es, das die Opferung verhindert  wird (zumindest ein Teil davon) und unser Hauptdarsteller frei kommt. Ihm gelingt verwundet die Flucht, welche Tagelang durch Wald und Wiese führt – immer dicht verfolgt von seinen Häschern. Dies ist in sehr groben Zügen die Grundhandlung des Films. Mehr möchte ich hier nicht ins Detail gehen, denn wie das bei Filmen so ist: Umso mehr man weiss, umso uninteressanter wird die Sache. Es sei hier lediglich erwähnt, das der Film sehr stark von der Optik lebt, Tragik und Action bietet – und zudem teilweise doch etwas derb ist. Zumindest habe ich schon lange keinen Film mehr gesehen, bei dem (im wahrsten Sinne des Wortes) so viele Köpfe rollen und Herzen aus dem Körper geschnitten werden. Trotz der Untertitel-Tragödie ist der Film sehenswert und hebt sich ab vom Film-Einheitsbrei aktueller Tage. 
(Ralph) Forum

 

HOSTEL 2 (2007)
Der erste Teil war krank - ohne Frage. Rucksack-Touristen, die in der Tschechoslowakei gekidnappt werden und in einem entlegenen Gebäude reichen Perverslingen angeboten werden zwecks Folterung bis zum Tod. Der zweite geht auf Nummer sicher und bietet uns dasselbe entlegene Gebäude, erneut reiche Psychopathen und "unschuldige" junge Menschen, die zwecks Folterung/Tötung gekidnappt werden. Diesmal sind es drei junge Frauen, die auf der Suche nach Erholung und Wellness in der Tschechoslowakei landen und unfreiwillig in diesen Strudel aus Perversion, Sadismus und kranker Psyche geraten. Wer hier nun aber einen müden Abklatsch erwartet, wird positiv überrascht werden, denn auch wenn sich die Story stark dem ersten Teil ähnelt, so ist Teil 2 deutlich stärker geworden. So werden bei HOSTEL 2 einige Charakteren tiefgründiger dargestellt, das Ende bietet durchaus einen kleinen Aha-Effekt und sogar ein bis zwei Gags haben sich in dieses abartige Stück Film eingeschlichen. Auch wenn hier natürlich wieder nicht mit Blut und Eckel gegeizt wird, so spielt sich der stärkste Ekel im Kopf an. Ich sage nur "Schnäppchen-Szene"; wer den Film kennt, weiss, was ich meine. Ich bin absolut kein Moral-Apostel und herumfligende, abgetrennte Gliedmassen können mich in einem Film längst nicht mehr schockieren, doch HOSTEL 2 halte ich persönlich für bedenklich. Ein Film, den man psychisch labilen Menschen mit Hang zum Sadismus nicht vorlegen sollte/dürfte - und somit der erste Film, wo ich mir ernsthaft Gedanken mache, wohin die Reise beim Horror-Schocker in Sachen Ekel denn noch gehen soll.  (Ralph) Forum

 

SAW 3 (2007)
Wenn man heutzutage in der DVD-O-Thek seiner Wahl steht und das Horror/Grusel-Regal vor sich stehen hat, wird eines klar: Momentan wird dieses Genre besonders durch 3 Filme resp. dessen Inhalte dominiert. Einerseits SAW, zum anderen HOSTEL und WRONG TURN. SAW hat den neuen Grusel/Schocker-Boom jedoch definitiv alleine zu verantworten. Ich weiss ja nicht, wie es Euch geht, doch Teil 2 war für mich eine kleine Enttäuschung und konnte in keinster Weise mit dem innovativen Erstling mithalten. Daher war ich umso skeptischer, als ich letztes Wochenende Teil 3 in meinen DVD-Player schob. Hier die Story, ganz grob umrissen: Es geht um einen Mann, dessen Sohn von einem Auto angefahren wird und aufgrund dessen stirbt. Dieser Mann ist von Wut und Rache zerfressen - und soll durch Jigsaws morbide Spielchen lernen, zu vergeben, denn letztendlich steht der dem Mann gegenüber, der für den Tod seines Sohnes verantwortlich ist. Zudem ist da natürlich (der bereits erwähnte) Jigsaw, der aufgrund seiner Tumorerkrankung mit dem Tode ringt und deshalb von seiner "Azubine" Amanda eine Aerztin kidnappen lässt, welche Jigsaw solange am Leben erhalten muss, bis der oben erwähnte Vater das "Spiel" durchlaufen hat. Stirbt Jigsaw früher, wird auch die Arztin das zeitliche segnen. Und da ist ja noch Amanda, die "Musterschülerin" Jigsaws, welche eine sehr wichtige Rolle in diesem "Spiel" spielt. Nach dem durchwachsenen zweiten Teil geht es qualitativ glücklicherweise wieder steil aufwärts. Die Charakteren werden ziemlich gut durchleuchtet und sogar der Logik wurde mehr Platz eingeräumt als noch bei Teil eins. Die "Spiele" sind wie immer blutig, brutal oder eklig (sucht euch was aus) und auch wenn der Plot gegen Schluss zwar einen guten aber nicht grandiosen Aha-Effekt aufweist, so weiss die Story doch von Beginn an zu fesseln. Gerade bei SAW macht es natürlich Sinn, wenn man die ersten beiden Teile gesehen hat, daher seht euch SAW 3 rechtzeitig an, falls Ihr dies noch nicht gemacht hab, denn in wenigen Tagen kommt bereits der vierte Teil in die Kinos. Ich gebe zu, nach dem erstaunlich guten Teil 3 bin ich mir nicht sicher, ob die Qualität gehalten werden kann. Für SAW 3 gibt es jedoch fast die volle Punktzahl (sofern wir hier im Movie-Corner eine hätten).  (Ralph) Forum

 

NUMBER 23 (2007)
Zu seinem Geburtstag bekommt Walter Sparrow (Jim Carrey) von seiner Frau einen Roman über die Nummer 23 geschenkt. Von diesem Moment an ist er von dieser Zahl besessen und sein Leben nimmt eine dramatische Wende. Erzählt der Roman SEIN Leben? Oder bestimmt dieser Roman es vielleicht sogar? Und was hat es mit der Zahl 23 auf sich? Wir kennen Jim Carrey in erster Linie von lustigen Filmen wie BRUCE ALMIGHTY, ACE VENTURA, DIE MASKE etc., doch gerade bei den etwas schwierigeren Charakteren kann sich Carrey erst so richtig entfalten, wie z.B. bei CABLE GUY, DER MONDMANN oder der TRUMAN SHOW. NUMBER 23 ist wahrlich keine leichte Kost - und die Tatsache, das die erste Hälfte des Films in getrennten Bahnen läuft (einerseits die Handlung im Film selbst, andererseits die Handlung des Buches über die Nummer 23) macht das ganze nicht einfacher, teilweise sogar etwas langatmig. Doch wer die erste Hälfte hinter sich gebracht hat, erfährt eine packende Geschichte, der man sich nicht mehr entziehen kann. Es ist einer dieser Filme, wo man in der Mitte überlegt, ob man die "Stop"-Taste drückt, am Ende des Films jedoch das Gefühl hat, etwas faszinierendes, einzigartiges gesehen zu haben - zumal man bis zum Schluss im Dunkeln tappt und am Ende einen Aha-Effekt erlebt. Bringt also etwas Geduld mit, ihr werdet in der zweiten Hälfte des Film umso mehr dafür entschädigt. (Ralph) Forum

 

DIE HARD 4.0 (2007)
Ein Angriff auf die Infrastruktur der Vereinigten Staaten droht, der die komplette Nation lahm legen soll - und wie so oft am 4. Juli. Es ist der Beginn des Feiertags, aber der New Yorker McClane (Bruce Willis) feiert nicht; er hatte gerade wieder eine Auseinandersetzung mit seiner Tochter, die zum College geht, und dann erhält er einen Routinejob: Er soll den jungen Hacker Matt Farrell (Justin Long) für ein Verhör zum FBI bringen. Aber bei McClane driftet das Normale häufig ins Aussergewöhnliche ab - und er gerät mal wieder zur falschen Zeit an den falschen Ort. Mit Farrells Hilfe begreift McClane allmählich, was das zunehmende Chaos um ihn herum bedeutet. Ein Angriff auf die verwundbare Infrastruktur der Vereinigten Staaten, der die komplette Nation bedroht, zeichnet sich ab. Die mysteriöse Gestalt hinter diesem Plan, Thomas Gabriel (Timothy Olyphant), ist McClane bei der Umsetzung seines unglaublichen Vorhabens immer einige Schritte voraus. Wer DIE HARD 1-3 kennt, weiss, was ihn hier erwartet - und doch ist dieser Streifen weitab von Nostalgie, denn wem er sich hier entgegenstellt, ist nicht einfach ein Bösewicht mit einer Bombe, sondern der gesamten modernen Technik mit all seinen (faszinierenden, wenn auch beängstigenden) Möglichkeiten. DIE HARD 4.0 ist Bruce Willis pur - gepaart mit einem Feuerwerk an tollen Special-Effekts. US-Popcorn-Kino in Reinkultur, muss man aber als Action-Fan unbedingt gesehen haben. (Ralph) Forum

FANTASTIC FOUR - Rise Of The Silver Surfer (2007)
Die Fantastic Four haben einen neuen Gegner - und wie der Name schon sagt, handelt es sich hierbei und den "Silver Surfer". Doch nicht der Silver Surfer ist die Gefahr, sondern sein Meister, für den der Surfer nach fremden Welten sucht, die sein Meister zerstören kann. Zu allem Elend taucht auch noch der todgeglaubte Erzfeind Dr. Doom auf. Genug zu tun also für die "fantastic four". Natürlich ist es von Vorteil, wenn man den ersten Teil gesehen hat, denn so weiss man auch, weshalb dieser Vierertruppe überhaupt zur "fantastic four" wurden. Doch auch ohne dieses Wissen bietet der Film genügend (fantastische) Unterhaltung mit Witz und Humor - und natürlich sehr viel Action und Special-Effects. Den Machern ist es sogar gelungen, nach dem Erstling noch einen drauf zu legen. Ein tiefgründiges Charakterspiel sucht man hier natürlich vergebens, doch dafür sind schliesslich andere Filme zuständig. Wer die X-MEN Reihe mochte und auch bei SUPERMAN RETURNS, HELLBOY und DARE DEVIL ins Kino pilgerte, sollte sich diese DVD in den Player schieben.
(Ralph) Forum

GHOST RIDER (2007) 
Um seinen todkranken Vater zu retten, geht Stuntfahrer Johnny Blaze einen Pakt mit Mephistopheles ein. Fortan ist er dazu verdammt, Nacht für Nacht in der Gestalt des feurigen Ghost Riders gegen das Böse anzutreten. Dies die Story in Kürze, wobei natürlich nicht vergessen werden sollte, dass es hier auch darum geht, das Johnny letztendlich versuchen will, den Fluch wieder aufzuheben. Dünner könnte die Geschichte also nicht sein, doch handelt es sich hier (wieder einmal) um eine Comic-Adaption, wo Inhalte meist eher nebensächlich sind. Leider muss man aber sagen, das sich sowohl der Regisseur wie auch Darsteller Nicolas Cage nicht mit Ruhm bekleckert haben. Der Film bietet keine Gelegenheit, sich mit dem Hauptdarsteller zu identifizieren, resp. eine Bindung zu ihm aufzubauen. Cage wirkt zudem lustlos und die Umsetzung des Ghost Riders, also der Gestalt des motorradfahrenden, brennendes "Skeletts" wirkt eher lächerlich als cool. Leider also eine eher schlechte Comic-Adaption, zudem einer der schlechtesten Filme in der Biographie des Nicolas Cage.
Ein bisschen Selbstironie hätte dem Film gut getan. (Ralph) Forum

WRONG TURN 2 (2007)
Es ist die altbekannte Geschichte, wie wir sie schon von THE HILLS HAVE EYES und/oder WRONG TURN (Teil 1) kennen. Irgendwo in der abgelegenen Pampa (egal ob Wald oder Wüste) haust eine Mutantenfamilie, welcher sich eine Familie oder eine Gruppe von Freunden stellen muss, um zu überleben. Dies ist auch bei WRONG TURN 2 nicht anders. Hier war man nun so "kreativ" und schickt ein Fernsehteam und die Kanditaten einer "Überlebensshow" in die entlegenen Wälder. Der Rest sollte bekannt sein. Wo THE HILLS HAVE EYES und auch der Erstling von WRONG TURN gut gemacht waren und dem ausgelutschten Thema doch noch die eine oder andere interessante Idee hinzufügen konnte, sieht es bei WRONG TURN düster aus. Okay, das mit der Überlebensshow ist nett, doch das war's dann auch schon. Die Schauspieler sind entweder hübsch (Mädels) oder nervig (die Jungs), doch eines haben sie gemeinsam: Man merkt, das wir es hier mit Darsteller aus der zweiten, wenn nicht sogar dritten Liga zu tun haben. Einzig Henry Rollings (genau, DER Henry Rollins) ist in diesem mittelmässigen Streifen cool und taugt was als Sympathie-Träger. Was uns WRONG TURN 2 auftischt, haben wir alles schon mal gesehen - und zwar besser. Die Kamera-Führung ist Mittelmass, die Dialoge "unter ferner liefern" und von Charakter-Tiefe hat man hier leider noch nie was gehört. Mutanten-Freunde können ja mal reinschauen, doch bitte ohne Erwartungen. (Ralph) Forum

FREEZE FRAME (2006)
Man stelle sich folgendes Szenario vor: Sean Veil wird des dreifachen Mordes beschuldigt, kommt jedoch aufgrund mangelnder Beweise und Verfahrensfehler frei; er weiss aber, das ihn die Polizei im Auge behält, um ihm (um es mal hart auszudrücken) den nächst-besten Mord unterzuschieben. Was macht also Sean Veil? Er installiert duzende von Kameras und hält jede Sekunde seines Lebens auf Video fest, um zu jeder Sekunde seines Lebens ein Alibi zu haben - und das nun schon seit 10 Jahren (!). Als eines Nacht die Polizei seine Wohnung stürmt, da sie ihn eines weiteren Mordes verdächtigt, wähnt sich Sean in Sicherheit - hat er doch alles auf Video-Band abgelegt - und somit ein Alibi. Doch er muss feststellen, das genau diese Videobänder, die ihn während der Tatzeit entlasten könnten, fehlen. Er taucht unter und versucht seine Unschuld auf eigene Faust zu beweisen. FREEZE FRAME ist ein verstörendes Stück Film, sehr düster gehalten - zudem sieht man viele Einstellungen aus einer seiner unzähligen Kameras. Lee Evans brilliert hier in der Rolle des von einer Paranoia geplagten Sean Veil und wer SAW und SIXTH SENSE mochte aufgrund der spektakulären Kehrtwendung gegen den Schluss, der wird FREEZE FRAME mögen. Sicherlich kein Familien-Film, dafür aber ein eindrücklicher Blick in den Kopf eines Mannes, welcher nur noch für seine Paranoia und letztendlich seine Unschuld lebt. (Ralph) Forum

 

NEXT (2007)
In NEXT spielt Nicolas Cage einen Mann, der die Fähigkeit hat, 2 Minuten in die Zukunft zu blicken - und sich diese Fähigkeit zu Geld macht, indem er in Vegas eine kleine "Zauber"-Show hat. Warum er nun vom FBI gesucht wird, weil diese einer Atombombe hinterher jagen, welche entwendet wurde, leuchtet mir persönlich nicht wirklich ein. Klar, sie erhoffen sich durch ihn einen Vorteil bei der Jagd nach der Bombe, doch so ganz nachvollziehbar ist das nicht. Auch die Tatsache, das das die "Bösen" (also die Jungs mit der Atombombe) ebenfalls nach Chris Johnson (Nicolas Cage) suchen, um ihm auszuschalten, damit er dem FBI nicht helfen kann, ist wirr und unverständlich. Doch lässt man dieses "warum?" ausser Acht, kriegt man mit NEXT einen unterhaltsamen Streifen mit tollen Spezial-Effekten, einen brillianten Nicolas Cage (der Mann füllt mit seinem Charisma ganze Lagerhallen), eine immer süsser werdende Jessica Biel (Blade etc.) und eine versiert agierende Julianne Moore. NEXT ist ein Spiel gegen die Zeit - eine Art "Und täglich grüsst das Murmeltier", nur natürlich mit einer fiesen Atombombe anstelle eines putzigen Murmeltiers. Auch wenn zu Beginn (die erwähnte Sache mit dem FBI) nicht alles nachvollziehbar erscheint, so sollte man diesem Film unbedingt eine Chance geben, denn die Story ist packend und superb umgesetzt - und der brillante Nicolas Cage macht diesen guten Film zu einem kleinen Meisterwerk. (Ralph) Forum

 

THE I INSIDE (2003)
Juli 2002. Simon Cable (Ryan Phillippe), Sohn reicher Eltern, wacht in einem Krankenhaus auf und muss feststellen, das er sich an nichts mehr erinnern kann. Der Kinderarzt Dr. Newborn erzählt Simon Schritt für Schritt, was ihm widerfahren ist. Er teilt Simon mit, dass er einen Autounfall hatte und wohl 2 Jahre komplett verschlafen habe. Auch berichtet er ihm kurz darauf vom tragischen Tod seines älteren Bruders Peter. Dann ist da noch seine Frau Anna - und auch seine Geliebte Claire; an keine der beiden Frauen kann sich Simon erinnern. Seine Verwirrung wird grösser, als er plötzlich einen Zeitsprung macht und sich im selben Krankenhaus auf den Tag genau 2 Jahre früher befindet und dort seine Frau Anna entdeckt, die ihm als angehende Ärztin sogar droht - nämlich mit Beweisen, dass Simon der Mörder seines eigenen Bruders ist... Klingt verwirrend? Ist es auch. Der Zuschauer weiss immer genau soviel wie der Progatonist Simon - und das ist zu Beginn nichts. So finden wir uns, genauso wie Simon, in den besagten zwei Jahren (2000 und 2002) immer mehr zurecht und so setzt sich das Puzzle nach und nach zusammen. Die schauspielerische Leistung von Ryan Phillippe (Eiskalte Engel) ist beeindruckend, doch die Mitdarsteller in diesem Film laufen eher unter "ferner liefen". THE I INSIDE ist ein interessanter Film, welcher jedoch nicht ganz mit dem ähnlich gelagerten THE JACKET mithalten kann. Dafür weisst die Story einige Lücken auf und das Ende ist zudem wohl nicht jedermanns Geschmack. Trotzdem: Anschauen lohnt sich. (Ralph) Forum

 

HOT FUZZ (2007)
Zombie-Liebhaber unter Euch könnten beim Anblick der beiden Protagonisten auf dem DVD-Cover ein deja vu haben. Die beiden Typen kennt man doch? Genau... Wer vor wenigen Jahren die Zombie-Komödie SHAUN OF THE DEAD mochte, kennt sicher noch die beiden Hauptdarsteller von HOT FUZZ, nämlich Simon Pegg und Nick Frost. Hinter HOT FUZZ steckt nämlich mehr oder weniger dasselbe Team wie damals bei SHAUN OF THE DEAD. Nicholas Angel (Simon Pegg) ist bei der Londoner Polizei und da der vorbildliche Polizist eine 400fach höhere Erfolgsrate aufweist als seine Polizei-Kollegen, wird er kurzerhand ins verschlafene Sandford gesteckt. Denn merke, wer zu gut ist, lässt seine Kollegen schlecht dastehen und muss deshalb weg. In Sandford gibt es für den eifrigen Gesetzeshüter jedoch zuerst nicht viel zu tun: Entlaufene Schwäne einfangen, minderjährige Kids aus dem Pub holen etc. etc. Bis bald eine mysteriöse Reihe Unfälle passiert und Nicholas Angel plötzlich mittendrin in einem unheimlichen Plot steht. HOT FUZZ ist eine feine Polizei-Komödie mit typisch britischem Humor, was auch schon Simon Pegg's SHAUN OF THE DEAD auszeichnete. Schade nur, das die Humor-Dichte bei dieser neuen Komödie bald einmal nachlässt, wo sie doch so vielversprechend begann. Wer übrigens denkt: "Och ne, ne Polizei-Story, wo der letzte Pegg-Film doch so schön Zombie-mässig war" wird bei HOT FUZZ trotzdem nicht enttäuscht, denn einige Unfälle sind so richtig schön Splatter-mässig und der Showdown gegen Ende hat doch einige Paralellen zu anderen Zombie-Filmen. Trotzdem: Da der tolle britische Humor teilweise zu kurz kommt, sollte man hier nicht zuviel erwarten. (Ralph) Forum

 

TRANSFORMERS (2007)
Ganz ehrlich: Warum die Transformers existieren, warum sie auf die Erde kommen und warum sie diesem Würfel nachjagen, dem auch Megatron (der "böse" Transformer) nachjagt.. das alles können wir uns sparen. Letztendlich ist es eine hanebüchene Story, die geschrieben wurde, um das Hasbro-Spielzeug "Transformers" zum Leben zu erwecken. Die Transformers scheinen zudem in den USA einen weitaus höheren Bekanntheitsgrad zu haben als hier in Europa, anders lässt es sich nicht erklären, wieso ein Top-Regisseur wie Michael Bay (Bad Boys II u.a.) sich diesem Thema annimmt. Jedoch sollten wir froh sein über diese Tatsache, denn so ist uns zumindest ein Aktion- und Spezial-Effekt-Feuerwerk garantiert, was seinesgleichen sucht. Die Charakter-Darstellungen sind natürlich etwas dürftig ausgefallen, denn auch wenn Shia LaBeouf seine Rolle als Sam glaubwürdig rüberbringt, so geht es im Endeffekt um die Autos, die sich in Roboter verwandeln können. Wer sich nicht nach dem "warum" und "wieso" fragt und in der Lage ist, sein Hirn auszuschalten, kriegt mit TRANSFORMERS einen unterhaltsamen Film geliefert, der Aktion, Humor und tolle Effekte in sich vereint. Also typische US-Popcorn-Kino. Wer nun gerne kurz in diesen Film reinschauen möchte, darf hier klicken. (Ralph) Forum
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