CREMATORY
„Infinity“
/ 10 Tracks / 46 Min
MASSACRE RECORDS
www.crematory.de
Auch wenn CREMATORY im Grunde nur noch als Hobbyband betrieben wird, hat sich der Rhythmus der Veröffentlichungen konstant bei 2 Jahren eingependelt. Zählt man also Songwriting, Studiosessions, ausgiebiges Touren und sonstige Verpflichtungen die aufwarten zusammen, resultiert daraus doch ein regelrechtes Fulltime Hobby! Was sich ebenfalls schon seit längerem eingependelt hat, ist der typische CREMATORY Sound. War man in den Anfangstagen noch als reinrassige Deathmetal Combo unterwegs, steuerte das Boot bereits kurz nach der Demozeit durch gezielten Einsatz von Keyboard und Cleangesang deutlich in Richtung Gothic. Seit fast 20 Jahren hat sich dieser Kurs nun bewährt und als äußerst erfolgreich erwiesen. CREMATORY sind sich ihrer Stärken also bewusst, und vermeiden auf „Infinity“ auch jegliche Experimente. Markantestes Merkmal und seit je her unverkennbar, ist der Wechselgesang des Duos Gerhard „Felix“ Stass und Matthias Hechler. Da bildet auch Studioalbum Nummer elf keine Ausnahme. Eingängige Refrains und harmonische Melodien treffen auf knallharte Riffattacken und eine gesunde Portion Bombast. Der Titeltrack donnert dabei gleich mal richtig wuchtig los. Noch harscher geht’s nur noch bei „Where are you now“ zu und her. Ansonsten ist die Gangart recht ausgewogen. Denn schon beim anschließenden „Sense of Time“ dominiert deutlich die Harmonie. „Never look back“ wird zweisprachig dargeboten, und „Broken Halo“ könnte man beinah schon auf eine Kuschelrock CD bannen. Der Rausschmeißer „Auf der Flucht“ ist dann der traditionell rein deutsche Song. Zusammen mit „Sense of Time“ übrigens an der Spitze meiner bevorzugten Titel. In seiner Gesamtheit ist „Infinity“ ein urtypischer CREMATORY Album, nicht mehr und nicht weniger. Zwar grundsolide, jedoch bettelarm an Überraschungsmomenten. Innovative Quantensprünge wären wohl zuviel erwartet, aber mal wieder ein richtiger Granatenhit im Stil von „Greed“ hätte bestimmt nicht geschadet. 6,5 Punkte (Andi) -
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