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SOIL
„Picture Perfect“
/ 13 Tracks
AFM Music
http://www.soil-music.com/
http://www.myspace.com/soil
Bei der Scheibe „Picture Perfect“ handelt es sich um das 5. Studioalbum
der 1997 grgründeten Chicagoer Band SOIL. Sie waren früher eigentlich
für Nu-Metal bekannt, der nicht immer zu abgründig war, so wie ihre
Mitstreiter ihn damals zu spielen pflegten. Solider Metal, eigenwillige
Mucke eben. Musikalisch entdeckt der Hörer spontan Parallelen zu der
Musik von Disturbed, Stone Sour und Shinedown. Entsprechend gespannt bin
ich auf das, mir vorliegende Album des Quartetts. Der Opener „Tear“
kommt sehr energiegeladen rüber, es kracht mächtig und auch die Stimme
von Frontmann AJ fügt sich krächzend und tobend ins Gefüge ein - genauso
wie man es von dieser Band erwartet – es schreit förmlich nach mehr!
Leider wartet man während der nächsten Stücke vergeblich auf „mehr“. Es
folgen Lieder wie „A Lesser Man“, das eindeutig eher nach Southern Rock
tönt, „Like It Is“ kommt wieder eher in die Nu-Metal-Schiene, aber
insgesamt wartet man lange darauf, dass ein Stück mit einem gewissen
Anspruch gespielt wird. Plötzlich horche ich auf, als „Every Moment“
mich aus dem tristen Allerlei erlöst – solide Riffe, energischer Gesang,
ziemlich intelligenter Songaufbau, bis jetzt einer meiner Favoriten auf
diesem Silberling! Mit „Too Far Away“ folgt die übliche
Herzschmerznummer, die bestimmt gerade in den Ami-Charts sehr
erfolgreich sein wird, für mich persönlich aber einen zu grossen
Kitsch-Aspekt mit sich bringt und gleich unten durch ist – Langweile
stellt sich beim Durchhören immer mal wieder ein, was sehr schade ist.
Das Album verfügt über kein hörerfreundliches Konzept. Das vorletzte
Stück „Temptation“ ist wieder interessanter, es geht um die Versuchung
die überall lauert und die Menschen zu verführen droht. Zitat: „The
devil is sitting on my shoulder“. Nun bin ich fast am Ende angelangt,
bei „Last Wish“, das nochmals so richtig radiotauglich über die Boxen
flutscht. Wenn wir schon bei letzten Willen sind, ich wünsche mir von
den Jungs, dass sie wieder zu ihren musikalischen Wurzeln zurückfinden
und den Kitschfaktor maximal reduzieren! 5
Punkte (Nathalie) -
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