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SLASH
„Slash“
/ 14 Tracks
Roadrunner Records
www.slashonline.com
Gunners sind zwar Geschichte, jedoch leben die einzelnen Mitglieder
weiter und sorgen regelmäßig für Furore. Diesmal ist es SLASH, der mit
seinem Solo-Projekt mächtig für Aufregung sorgt. SLASH? Solo? Hm… nein,
solo ist SLASH auf seinem selbstbetitelten Album nun wirklich nicht. Er
hat sich nur keine feste Band, dafür aber mächtig bekannte Unterstützung
geholt. Und so unterschiedlich die Künstler sind, mit denen SLASH hier
zusammen gearbeitet hat, so unterschiedlich sind auch die Songs. Eins
kann ich auf alle Fälle sagen, es gibt einige Überraschungen darauf! Wer
allerdings auf ein typisches SLASH-Album hofft im Stil der Gunners oder
Velvet Revolver wird etwas enttäuscht sein. Dafür zeigt SLASH wie
wandelbar er ist. Der Vollständigkeitshalber will ich mal alle großen
Namen aufzählen, die an dem Album mitgewirkt haben: Ian Astbury, Ozzy
Osbourne, Fergie, Myles Kennedy mit gleich zwei Songs, und der auch auf
der Tour mit von der Partie sein wird, Chris Cornell, Andrew Stockdale,
Adam Levine, Lemmy Kilmister, Dave Grohl, Kid Rock, M. Shadows, Rocco
DeLuca, Altmeister Iggy Pop und Izzy Stradling und Duff McKagan. Jeder
einzelne Song auf dieser Scheibe ist ein kleines Meisterwerk für sich.
Fergie sticht vielleicht etwas aus all den anderen Künstlern heraus,
weil sie eigentlich nicht im Rock angesiedelt ist. Jedoch ist es ihr
Song „Beautiful Dangerous“, der so richtig abrockt – das hätte man wohl
am wenigsten erwartet. Myles Kennedy ist gleichmit zwei Songs vertreten,
„Back From Cali“ und „Starlight“. Mit seiner typischen, einzigartigen
sehnsuchtsvollen Stimme singt er sich mal wieder in mein Rocker-Herz.
Etwas blusig angehaut, dennoch kraftvoll und dynamisch. Ein weiteres
Highlight ist Lemmys „Doctor Alibi“. Lemmy klingt zwar wie Lemmy, der
Song an sich ist aber kein Motörhead-Song, sondern mehr als nur eine
Spur softer, ist aber dennoch einer, der dreckigsten und rotzigsten
Songs auf dem Silberling. Dave Grohl und Duff McKagan geben sich die
Ehre bei dem Instrumental „Watch This“ –Wäre „Listen To This“ nicht ein
passender Titel gewesen? Anyway, weiter geht s im Staraufgebot Kid Rock
ist an der Reihe. Nun, Kid Rock klingt wie Kid Rock, aber ich mag es wie
Kid Rock klingt, daher Daumen hoch. Den Abschluss dieses grandiosen
Albums macht kein Geringerer als Altmeister Iggy Pop, dessen Song „We’re
All Gonna Die“ noch mal richtig dreckig rockt. Über all den 14 Songs
dominiert natürlich SLAHS Gitarren-Sound. Erstaunlich, dass er sich so
gut an die anderen Künstler anpasst und nicht umgekehrt. Aber das war
wahrscheinlich das Ziel und das ist ihm mehr als nur gelungen. SLASH
spielt sich nicht in den Vordergrund, nein, er wird jedem einzelnen
Künstler gerecht. Die Künstler überraschen zum Teil, bleiben sich selber
doch treu. Noch ein Wort zur Produktion: arschglatt und perfekt (OK, das
waren zwei Worte), was anderes war auch nicht zu erwarten
9,75 Punkte (Melanie) -
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