MOOD
"Tick Tack" / 13 Tracks
N-GAGE PRODUCTIONS
Ich bin immer wieder erstaunt, wie viele Bands und Veröffentlichungen aus unserem kleinen Land kommen. So auch die Schweizer Band MOOD, welche uns mit "Tick Tack" nun ihren Zweitling vorlegen. Ich gebe zu, ich kannte MOOD bislang nicht, doch bereits der erste Track "Trap" zauberte ein Grinsen auf mein Gesicht. Knackiger Pop/Rock, wo man automatisch mitwippt, dazu der Gesang von Sängerin Ramona, die eine gewisse "Leck mich am Arsch"-Stimmung in ihrem Gesang mitträgt. Passt gut, macht Spass und klingt cool. Auch das folgende "No Fight" haut in dieselbe Kerbe und weiss zu überzeugen. Die "harten" Songs (soweit man bei Pop/Rock von hart sprechen kann) stehen der Band gut zu Gesicht und da gibt es keinen Grund zu mäkeln. Ab der Hälfte des Albums schleichen sich jedoch vermehrt ruhige Momente ein (wäre das Wort nicht so klischeebeladen, würde ich von "Balladen" sprechen) und hier zeigen sich leider die Defizite bei MOOD. Sobald ruhigere Momente angestimmt werden, verliert sich der Sound von MOOD in Langweile und Bedeutungslosigkeit. Auch Balladen können "spannend" sein, doch bei MOOD klingt in solchen Momenten einfach alles sehr ähnlich und die "Leck mich am Arsch"-Stimmung von Sängerin Ramona, die ich bei den schnellen Songs noch gelobt habe, mutiert bei den bedächtigen Songs plötzlich zur "Eigentlich hab ich gar keinen Bock das zu singen"-Stimmung. Natürlich würde sie das sicherlich dementieren, doch letztendlich ist es das, was ich als Höhrer wahrnehme. Kurz und gut: Wenn MOOD rocken, find ich die Truppe Spitze, wenn sie einen Gang zurückschalten, skipe ich gerne vorwärts. Was bleibt ist ein interessantes Album, welches mit 3 oder 4 Songs weniger definitiv mehr Durchschlagskraft gehabt hätte. Dank meiner Begeisterung für die treibenden, rockenden Stücke auf diesem Album gibt s letztendlich noch ganz knappe 7 Punkte (Ralph) -
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