|

|
MNEMIC
„Sons of the System“ /
11 Tracks
/ 52 Min
NUCLEAR BLAST
www.myspace.com/mnemic
Beim Namen MNEMIC schießen wohl den meisten von uns die ersten
beiden Alben „Mechanical Spin Phenomena“ und „The Audio injected Soul“
durch den Kopf. Der Drittling „Passenger“ konnte hingegen trotz gutem
Songmaterial nicht wirklich überzeugen, und fristete im Schatten seiner
übermächtigen Vorgänger ein wenig beachtetes Dasein. Nun steht mit „Sons
of the System“ Album Nummero vier in den Regalen. Und zweifelsohne wird
versucht wieder die Klasse und Durchschlagskraft zu erreichen, die
MNEMIC zu dem gemacht haben was sie heute sind. Dabei setzt man nach wie
vor auf die bewährte MESHUGGAH / FEAR FACTORY Mischung, welche mit
eingängigen und griffigen Refrains ordentlich aufgemöbelt wird. Wie
üblich wird der Sound dabei getragen von einer glasklaren und
druckvollen Produktion. Klingt alles ziemlich viel versprechend und
typisch nach MNEMIC. Doch irgendwie will der Funke einfach nicht richtig
zünden… Beinahe krampfhaft erscheint die Suche nach der ultimativen
Melodie, dem absoluten Ohrwurm, dem längst fälligen Oberhammer. Der
Titel- und zugleich Eröffnungstrack entpuppt sich dabei als
Albumhighlight. Schade, denn anfangs kriegt man wirklich Lust auf mehr.
Doch je länger sich die Disc dreht, umso mehr drehen sich auch die
Gedanken weg vom Sound. Das Album plätschert so vor sich hin, ohne
wirklich mitreißen zu können. Kein Wunder also, studiert man lieber am
Spritpreis, dem letzten Suff oder der Konsistenz seines Stuhlgangs rum.
Blöderweise kann ich nicht mal konkret sagen woran es liegt! Falsch
gemacht haben MNEMIC im Grunde genommen nämlich nichts. Melodien gibt’s
massenhaft, für Abwechslungsreichtum ist gesorgt und die
Instrumentalisierung steht sowieso außer Diskussion. Alles ist gut und
recht und so weiter… Einen lupenreinen Hit im Stil von „Deathbox“ oder „Door
2.12“ sucht man jedoch vergeblich. Aber hauptsächlich fehlt wohl diese
arschtretende Kompromisslosigkeit, dieses Urtümliche, der letzte Kick!
Dadurch kann „Sons of the System“ nicht den hohen Anspruchserwartungen
entsprechen und ist nur als guter Durchschnitt einzustufen.
6.5 Punkte (Andi) -
hier
reinhören & bestellen
|