SWEET NOVEMBER
One / 13 Tracks
Eigenproduktion
www.sweetnovember.ch
Zuerst mal die Fakten: SWEET NOVEMBER (aus der Schweiz) spielen emotionalen, gemässigten Rock, der desöfteren eine kleine US-Schlagseite aufweist und nicht selten den Geist der 70er- und 80er-Jahre atmet. Die Band beherrscht ohne Zweifel ihre Instrumente, die Songs sind handwerklich gut gemacht und mit Isabelle Loosli hat man eine ausdrucksstarke Sängerin hinter dem Mikro, die Vergleiche mit der internationalen Konkurrenz nicht scheuen braucht. Doch warum steht an Ende dieses Textes keine hohe Benotung? Ganz einfach: Die Musik von SWEET NOVEMBER vermag es nicht, mich wirklich in ihren Bann zu ziehen – sie berührt mich nicht. Warum? Ich weiss es nicht, denn ich mag Rock-Musik und auch einer guten, ausdrucksstarken, weiblichen Stimme bin ich sicherlich nicht abgeneigt. Doch die Songs plätschern an mir vorbei, ohne das ich sagen könnte, warum sie mich nicht berühren. Einzig den Song „Star“ könnte ich der Band negativ ankreiden, weil gerade dieser Track mit seinem Wischi-Waschi-Refrain etwas billig rüberkommt. Doch wie gesagt, der Rest ist handwerklich gut gemacht und in Momenten, wo die Band sich fast schon Jam-artig vom 08/15-Song-Konzept löst, ziehen sich dann auch bei mir die Mundwinkel hoch. Vielleicht fehlt es der Scheibe „One“ etwas an Ecken und Kanten, anders kann ich mir mein Desinteresse an der Scheibe nicht erklären, denn wie gesagt, wirklich was Schlechtes kann ich über SWEET NOVEMBER nicht sagen – außer der bereits erwähnten Tatsache, das mir das Ganze nicht wirklich berührt. Natürlich sollten CD-Reviews objektiv sein, doch letztendlich lässt man automatisch eine eigene Meinung mit einfließen (was zu guter letzt ja auch nötig ist), darum kriegen SWEET NOVEMBER von mir 6,5 Punkte. Doch gebt der Scheibe eine Chance und hört mal rein, denn schlecht gemacht ist „One“ definitiv nicht und vielleicht gefällt sie Euch ja besser als mir. (Ralph) -
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