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JULIAN
CASABLANCAS
„Phrazes For The Young“ / 8 Tracks
SONY MUSIC
www.juliancasablancas.com
Der THE STROKES-Sänger Julian Casablancas wandelt (wie einige seiner
Bandkollegen vor ihm) nun ebenfalls auf Solopfaden und veröffentlicht
jetzt “Phrazes For The Young”. Wenn ich dem Album also keine gute
Bewertung mit auf den Weg gebe, dann muss ich mich nicht schlecht
fühlen, denn gemäss dem Album-Titel ist der Silberling ja auch nicht für
Menschen wie mich gedacht, die bereits das 36ste Altersjahr erreicht
haben. Herr Casablancas war bei den STROKES grösstenteils der alleinige
Songwriter und somit gibt es wohl nicht wenige, die hier sowas wie ein
neues STROKES-Album erwarten. Doch dem ist nicht so. Klar, hie und da
fühlt man sich an die Band erinnert, doch daran trägt Julian’s Gesang
sicher eine grosse „Mitschuld“. Doch wo bei den STROKES eher spärlich
agiert wurde, die Instrumente dort eingesetzt wurden, wo danach verlangt
wurde, so haut Julian auf „Phrazes For The Young“ mehr auf die Kacke als
nötig wäre. Dies nicht härtetechnisch, sondern in der wohl gewollten
Vielfalt, die desöfteren zuviel des Guten ist. Ein bisschen Chaos in „4
Chords Of The Apocalypse“, ein bisschen Banjo und Drumcomputer im
Country-Song „Ludlow St.“, hier ein bisschen Elektro, da ein bisschen
80er-Einflüsse. Dies alles mehr oder weniger konzeptlos und ohne roten
Faden. Ein wenig erinnert mich Julian’s „Phrazes For The Young“ an Scott
Weilands „12 Bar Blues“, denn wie einst Scott, so ist auch Julian’s
Album eher als Spielwiese für die eigene Selbstverwirklichung zu sehen.
An sich keine schlechte Sache, doch letztendlich hat er selbst wohl mehr
Freude an diesem Album als die unzähligen STROKES-Jünger, die sich diese
Scheibe zulegen werden. 6,5 Punkte
(Ralph) –
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